Im Jänner wird es die Möglichkeit geben, dass man sich mittels negativem Corona-Tests die Teilnahme an Veranstaltungen oder den Besuch von Geschäften und Restaurants ermöglichen kann - so zumindest der Plan der Regierung. Das Problem: Weder die Polizei, noch die Wirte haben Lust auf den Mehraufwand.
Wie berichtet hatte Innenminister Karl Nehammer geplant, die Kontrollen den Wirten zu überlassen. Das schmeckt diesen aber gar nicht, der Aggsbacher (Bezirk Melk) Wirt und Spartenobmann Mario Pulker entgegnete, dass das keinesfalls möglich sei, gab den Spielball wieder an die Polizei retour.
Nun meldete sich allerdings gegenüber dem "Kurier" der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft, Reinhard Zimmermann, zu Wort und meinte: "Die Polizei kann nicht willkürlich für alle möglichen Aufgaben herangezogen werden." Man habe in den vergangenen Monaten viel geleistet, könne aber nicht alles übernehmen.
Er fordert, dass die Wirte die Kontrollen übernehmen und zog Vergleiche mit dem Jugendschutz. Es sei schließlich auch möglich, dass man das Alter beim Verkauf von Alkohol kontrolliere. Demnach könne man laut dem Gewerkschafter auch nach den Corona-Tests fragen, "ohne das Rad neu zu erfinden". "Die Polizei hat in den letzten Monaten gezeigt, dass sie flexibel handeln kann. Das erwarte ich mir auch von den Unternehmern in Zeiten einer Pandemie", sagt Zimmermann der Tageszeitung.