Niederösterreich

Freiwillige helfen bei Kontrollen in Pflegeheimen

Ehrenamtliche Helfer unterstützen an Wochenenden die niederösterreichischen Pflegeeinrichtungen beim Besuchermanagement. Zwei davon sitzen in Mank.
Tanja Horaczek
08.11.2020, 14:01

Seit acht Uhr früh sitzen Benjamin Steyrer und Rene Lengauer aus Melk beim Eingang des Pflegeheimes Marienheim in Mank. Freiwillig helfen sie bei der Aktion "Füreinander Niederösterreich" mit. Ihr Job an diesem Tag: Fieber messen, Fragebogen ausfüllen,  Hände desinfizieren und schauen, dass die Hygieneregeln eingehalten werden. Dann dürfen Angehörige ihre Familienmmitglieder im Heim besuchen  10.700 Menschen leben in den privaten und öffentlichen Heimen in Niederösterreich, 5.800 sind es in den Pflegeeinrichtungen, die das Land betreibt.

Besuche sollen erlaubt sein

Bei diesem Projekt führen Freiwillige jeweils am Samstag und Sonntag die Zutrittskontrollen durch. Bisher wurden diese Kontrollen von Angestellten durchgeführt. Doch die sollen somit entlastet werden. In allen 50 Pflegeheimen des Landes sind jeweils zwei Helfer im Einsatz. Sowohl in privaten als auch öffentlichen Pflegeeinrichtungen kam es in den vergangenen Wochen immer wieder zu Clustern, wir berichteten. Trotzdem sollen Besuche so lang wie möglich erlaubt sein, sagt Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP): „Auch wenn die Kontrollen beim Eingang vielleicht lästig und mühsam sind, sind sie unabdingbar und extrem wichtig.“

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Helfer jederzeit willkommen

Die Bewohner von Pflegeheimen sind durch das Coronavirus besonders gefährdet. „Wir wollen Besuche trotzdem unbedingt aufrechterhalten. Die Menschen, die in diesen Gebäuden zu Hause sind, dürfen dabei aber nicht krank werden.“ Laut Teschl-Hofmeister sei es deshalb wichtig, „dass man sich ganz genau an die Vorschriften hält.“ Steyrer und Lengauer, beide auch bei der JVP-Melk tätig und Mitglieder der Feuerwehr, sind begeistert von dieser Aktion. "Das ist unser Beitrag in der Coronakrise", berichten sie. Das Projekt läuft voraussichtlich bis Ende Februar und soll bei Bedarf auch auf private Heime ausgeweitet werden. Wer sich hier engagieren will kann sich jederzeit melden. Schutzausrüstung und weiteres Material sowie ein Schulungsvideo soll vor Ort zur Verfügung stehen. Die Anmeldung erfolgt entweder per Mail an [email protected] oder telefonisch unter 02272/61820.