Es ist bereits die zweite Demo der Freizeitpädagogen. Bereits Anfang Juni hatten die Pädagogen ihre Arbeit warnweise niedergelegt, viele Kinder waren ohne Betreuung. Trotz der schwierigen Umstände, vor allem für Eltern, geht der Streik weiter.
Laut einem Brief der Organisation Bilung im Mittelpunkt (BiM) würde die Gesetzesnovelle bedeuten, dass sich die Arbeitsbedingungen massiv verschlechtern würden, auch die Ausbildung würde leiden. Außerdem seien tausende Arbeitsplätze gefährdet.
Der Streik bedeutet viel Stress für die Eltern. Die Kinder werden nicht betreut, Eltern müssen sich entweder um eine Ersatzbetreuung kümmern oder selbst zu Hause bleiben. In einem Elternbrief hat sich BiM entschuldigt und an das Verständnis der Eltern appelliert. Die Eltern wurden außerdem eingeladen, sich der Demonstration anzuschließen.
Treffpunkt für die Streik-Demo ist am Donnerstag den 15. Juni um 14.30 im Resselpark in Wien-Wieden. Dort findet die Auftaktkundgebung mit Reden statt. Ab 15 Uhr marschiert die Demo dann über den Ring und durch die Innenstadt, bevor man um 16.30 Uhr zum Bildungspicknick von "Besser Schule Jetzt!" im Sigmund-Freud-Park (Wien-Alsergrund).
"Besser Schule Jetzt!" protestiert am 15. Juni ebenfalls österreichweit. Die Pädagogen sind "an der Grenze der Belastbarkeit", es fehlt zunehmend an Personal und Ressourcen für die Kinder.