Brutale Attacke

Fremde rammt Frau Flasche ins Auge – Opfer fast blind

Mitten in Innsbruck wurde eine 54-Jährige am helllichten Tag von einer Fremden attackiert. Die Verletzte bangt nun um ihr Augenlicht.
Österreich Heute
17.06.2026, 22:30
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Ein Einkaufsbummel in der Innsbrucker Innenstadt endete für eine 54-Jährige im Spital. Die Frau wurde am 5. Juni kurz vor 15 Uhr an der Ecke Museumstraße/Wilhelm Greil-Straße Opfer einer brutalen Attacke, das berichtet die Tiroler Tageszeitung (TT). Die Attacke kam völlig überraschend und ohne erkennbaren Anlass.

Die Innsbruckerin war gerade zu Fuß unterwegs und telefonierte mit ihrem Partner, als die unbekannte Frau auf sie losging. Wenige Augenblicke später kniete die 54-Jährige blutüberströmt auf dem Gehsteig. Glassplitter hatten ihr Gesicht schwer verletzt, ihr rechtes Auge wurde dabei massiv in Mitleidenschaft gezogen.

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Opfer sieht nur noch Schatten

"Meiner Mandantin musste ein Glassplitter aus dem Auge entfernt werden", schildert laut TT Opfer-Anwalt Alfred Witzlsteiner die Folgen. "Außerdem wurde die Augenbraue von den Scherben regelrecht durchgerissen."

Besonders dramatisch: Mit dem verletzten Auge sieht die Frau derzeit nur noch Schatten. Ob das Sehvermögen jemals wieder vollständig zurückkehrt, ist laut ihrem Anwalt ungewiss.

Neben den körperlichen Verletzungen leidet die Innsbruckerin auch psychisch unter dem Angriff. "Das traumatisierte Opfer kann seither kaum noch schlafen", so Witzlsteiner. Knapp eine Woche musste die 54-Jährige in der Klinik verbringen, ehe sie wieder nach Hause entlassen werden konnte.

Angriff kam völlig aus dem Nichts

Bei ihrer Vernehmung schilderte die Innsbruckerin den Angriff aus ihrer Sicht. "Eine fremde Frau ist an mir vorbeigehuscht und hat mir dabei wortlos und unvermittelt mit einem gläsernen, klirrenden Gegenstand einen wuchtigen Schlag auf den Kopf versetzt."

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Danach habe die Angreiferin noch versucht, ihr das Handy zu entreißen. Der Versuch scheiterte jedoch. Während die Täterin flüchtete, brach die Verletzte wenige Meter weiter zusammen. Eine zufällig anwesende Ärztin leistete sofort Erste Hilfe.

Zeuge verfolgte Verdächtige

Ein weiterer Zeuge nahm die Verfolgung der mutmaßlichen Täterin auf. Dabei geriet er selbst in Gefahr. "Die Frau rannte mit erhobener Weinflasche auf mich zu, ich rannte weg. Erst als sie stoppte, hielt ich auch an", so der Zeuge in der TT.

Nach Angaben des Zeugen wiederholte sich die Situation mehrmals. Schließlich ging die Frau in Richtung Sillpark weiter. Der Tiroler blieb hinter ihr, verständigte die Polizei und hielt die Beamten über ihren Standort auf dem Laufenden. Vor dem Hotel Adlers konnte eine Polizeistreife die Verdächtige schließlich anhalten.

Verdächtige schweigt

Bei der Festgenommenen handelt es sich um eine 49-jährige Innsbruckerin. Die Frau machte laut Bericht auf der Polizeiinspektion keine Angaben zur Tat.

Die offenbar psychisch beeinträchtigte Verdächtige wurde zunächst in die Psychiatrie gebracht und am 6. Juni in die Justizanstalt überstellt. Seither befindet sie sich in Untersuchungshaft.

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