Fremdwährungskredite: OeNB sieht sich bestätigt

Bild: KEYSTONE

In Bezug auf die von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) gesetzten geldpolitischen Maßnahmen sieht sich die Österreichische Nationalbank (OeNB) in ihrer vorsichtigen Haltung bestätigt. Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) hatte entsprechende Verbote verhängt.

Die OeNB sieht  das noch ausstehende Volumen von Franken-Krediten an private Haushalte und Unternehmen in Österreich in Höhe von 29,5 Mrd Euro per Ende November 2014 von "erheblicher Relevanz".

Die Nationalbank hielt am Donnerstag in einer Aussendung fest, dass man seit vielen Jahren vor den Risiken von Fremdwährungskrediten gewarnt hätte. Aufgrund der nunmehrigen Aufwertung des Schweizer Franken sieht die OeNB die Maßnahmen als "richtig", in Zusammenarbeit mit der Finanzmarktaufsicht (FMA), die Neuvergabe von Fremdwährungskrediten von Banken im In- und Ausland einzudämmen. Dies hätte in den vergangenen Jahren bereits zu einer deutlichen Verringerung des Bestandes an Fremdwährungskrediten geführt.

Auch die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) sieht durch den Schritt der Schweizer Notenbank "ihre Strategie bestätigt, das Risiko aus Fremdwährungskrediten sowohl für Banken als auch für Verbraucher zu beschränken". Das sagte FMA-Sprecher Klaus Grubelnik.

Seit dem Verbot von Fremdwährungskrediten für private Haushalte, das die FMA im Oktober 2008 verhängt hat, sei es gelungen, das aushaftende Volumen um 45 Prozent zurückzufahren, sagte Grubelnik. Derzeit würden Fremdwährungskredite von 29,5 Mrd. Euro aushaften. Anfang 2009 hätten 270.000 Haushalte einen Fremdwährungskredit gehabt, derzeit seien es knapp 154.000.

 

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