Frequency: Das große Aufräumen am Traisenufer

Monatelang liefen die Vorbereitungen, dann wurde tagelang gefeiert und jetzt wird tagelang geputzt an der Traisen: 270 Tonnen Müll waren es im Vorjahr ...
Drei Tage lang ließen die Besucher des Frequency-Festivals in St. Pölten ordentlich die Sau raus, jetzt müssen die Putztrupps bis zu zehn Tage Vollgas geben.

Wer am Sonntagabend den Erholungsfaktor am sonst so beschaulichen Traisenufer suchte, stieß nur auf eine kilometerlange Müllhalde, abgerundet durch eine leichte Brise, die Spaziergängern Urin- und Kotzegestank ins Gesicht wehte.

Zwischen den von verkaterten Festivalleichen zurückgelassenen, intakten Zelten und unbeschädigten Gartenpavillons durchsuchten Sammler mit geschultem Blick das Areal, bauten die teureren Zelte ab und verstauten Klappsessel für den nächsten Flohmarkt oder Campingausflug.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch. Zwischen den Tausenden Dosen und Flaschen waren sogar Matratzen, Planschbecken, eine komplette Sitzecke, eine Tiefkühltruhe, eine Klobrille, Unterhosen, Windeln und auffällig viele Socken zu finden. Kein Wunder also, dass heuer das Rote Kreuz einige Unterkühlte zu versorgen hatte.

Bis zu 10 Tage Zeit

Am Montag konnte man am Traisenstrand erstmals wieder richtig durchatmen: Die mobilen Klos wurden von einer Firma entsorgt. Zehn Tage ab Festivalende hat der Veranstalter Zeit, den Saustall aufzuräumen. „Das klappt in der Regel gut, meist geht es schneller", so ein Sprecher der Stadt.

Dabei wollte man heuer mit der Aktion „Ein Baum pro Zelt" (Anm.: pro vorgewiesenem, abgebauten Zelt ein gepflanzter Baum in Übersee) Müllsünder zum Umdenken bewegen.

Ob das wirklich gelungen ist, wird sich nächste Woche zeigen – 270 Tonnen Müll waren es im Vorjahr, 225 Tonnen im Jahr 2017.

(Lie)

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