Nach der furchtbaren Terrrornacht, die sich am 2. November zum ersten Mal jährt, sitzt ein erster mutmaßlicher Verbindungsmann des Todesschützen von Wien heute auf der Gerichts-Anklagebank. Der 25-jährige Tschetschene Ali K. wurde kurz nach dem Anschlag als Kontaktperson des Täters identifiziert und festgenommen.
Er soll, genau wie der Terrorist, in einer eigens dafür angemieteten St. Pöltener Wohnung an geheimen Jihadisten-Treffen teilgenommen haben und IS-Propaganda geteilt und IS-Verherrlichende Nachrichten versendet haben. Am Tag des Attentats schrieb er: "Es ist traurig, dass viele Menschen Muslimen nicht vertrauen. Und die Medien über Muslime immer schlecht berichten. Nicht alle Muslime sind Terroristen, aber ich schon."
Sein Verteidiger Niki Rast gibt zu: "Mein Mandant kannte den Täter flüchtig", stellt aber auch klar. "Die Anklage hat nichts direkt mit dem Anschlag zu tun." Die Unschuldsvermutung gilt indes.