Freund erschossen: "War keine Absicht"

Mit einem Schrotgewehr schoss Susanne B. (22) am 15. Dezember 2010 ihrem Freund Gerold A. (27) ins Gesicht - sieben Tage später starb der Linzer. Seit Dienstag steht die junge Frau nun am Landesgericht Linz vor dem Richter. Die Anklage lautet auf Mord.

Das freilich stellt ihr Anwalt Andreas Mauhart in Abrede. Sie hatte nicht die Absicht, ihn zu töten, sagt er gleich zu Beginn der Verhandlung. Vielmehr wollte sie ihrem Freund - er hatte sie immer wieder belogen - eine Abreibung verpassen. Sie dachte, in dem Schrotgewehr sei keine scharfe Munition, sondern Gummigeschosse. Zudem sei die Angeklagte, so der Anwalt, in einer Extremsituation gewesen. Gerold A. war erst vor wenigen Tagen wieder aufgetaucht, nachdem er zuvor verschwunden war. Er erzählte Susanne B., dass er als Söldner im Irak gewesen sein. Eine Lüge, wie sich schnell herausstellte. Immer wieder kam es zwischen den beiden zu wilden Streitigkeiten mit anschließenden Versöhnungen.

Die Geschworenen müssen nun entscheiden, ob Susanne B. im Dezember mit Vorsatz gehandelt hat. Der Staatsanwaltschaft reicht ein bedingter Vorsatz für Mord aus. Die Verhandlung wird am 4. Juli fortgesetzt, dann soll auch das Urteil gegen die 22-jährige Angeklagte gefällt werden.

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