Freund schätzt Arbeiter- gehalt auf 3.000 Euro

Kaum eine Woche SPÖ-Spitzenkandidat, tritt Eugen Freund auch schon in sein erstes Fettnäpfchen. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "profil" schätzte er das durchschnittliche Bruttoeinkommen eines Arbeiters auf 3.000 Euro, wofür er in den sozialen Netzwerken prompt einiges an Verwunderung erntete.

Kaum auch schon in sein erstes Fettnäpfchen. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "profil" schätzte er das durchschnittliche Bruttoeinkommen eines Arbeiters auf 3.000 Euro, wofür er in den sozialen Netzwerken prompt einiges an Verwunderung erntete.

Auf die Frage "Wie viel verdient ein Arbeiter im Durchschnitt?" meinte Freund: "Ich weiß es nicht - ungefähr 3000 Euro brutto?" Zur Aufklärung, wonach es deutlich weniger sei, meinte der ehemalige ORF-Moderator: "Das ist sehr wenig. Aber ich glaube nicht, dass ich etwas dafür kann." Laut Statistik Austria lag 2012 das arithmetische Mittel der Nettomonatseinkommen von unselbstständigen Arbeitern bei 1.616 Euro pro Monat.

Der Grüne Listenzweite für die EU-Wahl, Michel Reimon, kritisierte die Antwort als zu schwach und vermisste in einer Aussendung auch sonst konkrete Ansagen des Neo-Politikers. "Eugen Freund redet seit einer Woche über sich, seinen Job, seine Wohnung und die Studien seiner Kinder - aber er präsentiert keine einzige inhaltliche Position, auf die andere KandidatInnen eingehen könnten", so der Grüne.

"Freund'sche Versprecher"

Für Twitter und Facebook war das Interview ein gefundenes Fressen und bissige Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten. Auf Facebook wurde eine Gruppe namens gegründet. Auch auf Twitter blieb die Häme nicht aus. Als "Marie Antoinette der SPÖ" wurde Freund von einem User betitelt.

 


— Autonomie & Vielfalt (@kontra_ste)

Ein anderer User diagnostiziert einen "Freund'schen Versprecher".


— Alex Logar (@Alex_Logar)

Auch "Spiegel Online" kann sich einen Kommentar nicht verkneifen und blickt neidisch nach Österreich:

Die habens gut, die Österreicher.. ;) (red)
— SPIEGEL ONLINE (@SPIEGELONLINE)

Aber nicht nur Freunds Einkommenssager bewegt. Seine Selbsteinschätzung, in der Clinton-Ära das bekannteste ORF-Gesicht gewesen zu sein, stößt seinen Ex-Kollegen etwas sauer auf.

Selbstbewusstsein hat er jedenfalls, der Eugen Freund
— Ingrid Thurnher (@IngridThurnher)


Sportreporter sind da vielleicht klüger: Die lassen sich nicht als Nationalspieler nominieren. Allerdings: Es fragt sie auch keiner.
— Armin Wolf (@ArminWolf)

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