Österreich

Freunde mussten 15 Stunden in kaltem Wasser ausharren

Vier junge Tschechen blieben am Mittwoch beim Canyoning im Gesäuse (Stmk.) hängen. Sie mussten aus dem eiskalten Bruckgraben gerettet werden.
Sandra Kartik
27.07.2023, 15:33
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Die Freunde hatten sich bei der Planung ihrer Tour offenbar überschätzt: Mittwochnacht mussten vier Tschechen, die zum Canyoning ins steirische Gesäuse aufgebrochen waren, aus einer misslichen Lage befreit werden. "Anhand der Meldung sind wir davon ausgegangen, dass vier Wanderer im Bereich Bruckgraben in eine alpine Notlage geraten sind", schildert Stefan Schröck vom Alpinen Rettungsdienst gegenüber der "Kleinen Zeitung".

Wasser hatte nur 10 Grad

Eine Stunde nach Beginn der Suche konnten die Männer in Not endlich telefonisch erreicht werden. Die Naturfreunde waren ohne Guide und mit schlechter Ausrüstung zum Canyoning gefahren. Das einzige Seil, das sie dabei hatten, war zu kurz – sie konnten nicht mehr weiter und steckten fest. Wirklich bitter für die Tschechen: "Sie sind insgesamt 15 Stunden im zehn Grad kalten Wasser gestanden", so Schröck weiter.

Die Bergung der Canyoning-Gestrandeten erwies sich als besonders kompliziert.
Alpiner Rettungsdienst Gesäuse

Die Rettunsgaktion erwies sich als herausfordernd: 12 Bergretter mussten in den Bruckgraben abgeseilt werden. "Es gibt einen Steig, der zu einem Bergepunkt führt. Eine Stunde lang hat der Weg dorthin gedauert." Weitere zwei Stunden dauerte es, die vier Männer aus der Schlucht zu holen. Auch deshalb, weil in dem Bereich Bahngleise zu überqueren sind. Der Fahrdienstleiter der ÖBB musste von den Helfern mehrmals angerufen werden, um auszuschließen, dass ein Zug vorbeifährt.

Der Bruckgraben gilt als einer der schwersten Canyoning-Touren im Osten Österreichs, das schlechte Wetter und der hohe Wasserstand erschwerten die Lage zunehmend. Doch die vier Tschechen konnten letztlich gerettet werden.

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