Pünktlich zu Allerheiligen hat der "Friedhof der Namenlosen" im Albaner Hafen einen neuen Fußweg bekommen. Fußgänger können nun auch außerhalb der Hafen-Betriebszeiten sicher zum Friedhof gelangen. Auch die Auferstehungs-Kapelle wurde renoviert.
Opfer der Donau
Ermordete, Unfallopfer, SelbstmörderInnen, Opfer ungeklärter Kriminalfälle – wurden von 1840 bis 1940 hier angeschwemmt und gleich begraben. Ein Wasserwirbel fing bis 1939 neben morschem Treibholz auch an die 600 Leichen ein. Schlichte Kreuze aus Schmiedeeisen erinnern an die an die Opfer des Flusses.
Betriebsschluss
Im Jahr 1939 wurden der Hafen Albern mit seinen Getreidesilos gebaut. Durch die Hafenregulierung änderten sich die Strömungsverhältnisse im Donaustrom. Und seither werden kaum mehr Leichen an dieser Stelle angeschwemmt.
Schaurig-Schön
„Der Friedhof der Namenlosen ist ein außergewöhnlicher Ort mit einer ganz eigenen Atmosphäre. Obwohl der Friedhof schon lange stillgelegt ist, wird auch heute noch jedes Jahr den Opfern der Donau gedacht", so Wien-Holding Geschäftsführer Kurt Gollowitzer. Dieses Jahr am 3. November um 14 Uhr.