Friedhof: Trick bei Auflassung von Grab?

Grabstein weg: Herbert B. (l.) vermutet Trickserei.
Grabstein weg: Herbert B. (l.) vermutet Trickserei.Bild: Sabine Hertel

Angehörige beklagen, dass Steine von Dauergräbern auf einer Ruhestätte in Ottakring grundlos umgelegt werden. Ein Trick, um mehr Platz für neue Gräber zu schaffen? Die Verwaltung dementiert das!

Herbert B. und seine Partnerin Ivetta staunten vor Kurzem am Ottakringer Friedhof: Der Grabstein eines verstorbenen Bekannten war plötzlich auf den Grabdeckel gelegt worden, ein Aufkleber wies auf "bauliche Mängel" des Steins hin. Auf anderen Gräbern bot sich dasselbe Bild.

Platzschaffung

Herbert B. vermutet einen Trick dahinter. "Wahrscheinlich spekuliert man darauf, solche Gräber aufzulassen, wenn sich keine Angehörigen melden." So könne Platz für neue Ruhestätten geschaffen werden. Denn das Grab des Verstorbenen bestehe auf Dauer des Friedhofs und ist ansonsten nicht wegzubekommen.

Die Friedhofsverwaltung will von dem Platzbeschaffungstrick nichts wissen: "Wir sind seit 2015 dazu verpflichtet, die Grabsteine auf ihre Statik zu prüfen. Ist ein Stein nicht ganz fest verankert, muss er abgetragen und neu einzementiert werden", so Sprecher Florian Keusch.

"Es ist viel teurer für uns, eine Ruhestätte aufzulassen, abzugraben und neu anzulegen, als sie weiterhin zu erhalten." Der Fall am Ottakringer Friedhof wird noch einmal evaluiert.

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