Pfarre will schwarze Friedhofskatze los werden

Tierschützer sind empört! Seit zwei Jahren wohnt Kätzchen "Blacky" auf dem Friedhof in Schwanenstadt. Die Pfarre will es nun aber "entfernen".

Die Besucher kennen sie alle, streicheln den Vierbeiner und geben der Katze auch zu fressen – vor zwei Jahren ist "Blacky" am Friedhof in Schwanenstadt (Bez. Vöcklabruck) eingezogen. "Sie war auf einmal da. Wir wissen nicht, ob sie ausgesetzt worden ist. Sie ist aber sehr zutraulich und genießt die Streichel-Einheiten der Besucher", so Doris Nicole Eder, Obfrau des Vereins "Tierengel Austria Tierrettung".

Doch geht es nach der Pfarre, muss der Vierbeiner jetzt ausziehen. Auf dem Friedhof war ein Zettel ausgehängt. Darauf stand wortwörtlich geschrieben: "Der gesamte Schlafplatz inkl. Futter und Katze ist zu beseitigen. Ansonsten wird sich die Röm. Kath. Pfarre um die Entfernung kümmern".

Gerade einmal zwei Tage bekamen die Verantwortlichen Zeit. Bis heute, Donnerstag, sollte die Katze verschwunden sein.

Für die Wortwahl entschuldigt

Für die Wortwahl hat sich die Pfarre laut Eder mittlerweile entschuldigt. Wie "Heute" erfuhr, muss die Katze weichen, da sich eine Grabbesitzerin beschwert hatte. Sie störte die Anwesenheit der schwarzen Katze.

"Ich kann es einfach nicht verstehen. Die Katze ist doch bei so vielen Besuchern beliebt. Für viele Angehörige, die einen wichtigen Menschen verloren haben, ist sie sogar eine Art Trauerbegleiterin", weiß Eder.

Die Pfarre hat mit dem Vierbeiner auch keinerlei Aufgabe. Denn sowohl um das Futter als auch um den Schlafplatz kümmert sich der Tierschutzverein. Eder: "Blacky wurde sogar von uns kastriert."

"Blacky" ist aktuell vorübergehend im Tierschutzverein untergebracht.

Bei einem Krisengipfel am Nachmittag kam es zu keiner Einigung. Die Pfarre bleibt bei ihrer Meinung. "Ich habe kaum noch Hoffnung, dass die Verantwortlichen ihre Entscheidung noch einmal überdenken. Ich kann es nicht verstehen. Es ist ja nicht so, dass wir 30 Katzen am Friedhof beherbergen. Es geht nur um ein Tier", sagt Eder.

Das Vorhaben der Pfarre sorgte indes im Netz für riesige Empörung. Ein Beitrag des Tierschutzvereins wurde auf Facebook innerhalb eines Tages mehr als 600 Mal geteilt. In zahlreichen Kommentaren zeigen sich die User empört. Viele bieten der Katze auch ein neues Zuhause an, sollte sie wirklich vom Friedhof weg müssen.

(mip)

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