Die einen tanzten, die anderen demonstrierten und in Summe blieb alles ganz ruhig. Rund 400 Teilnehmer waren laut Schätzungen der Polizei am Samstagabend gekommen, um gegen den Burschenbundball zu demonstrieren. Die Veranstalter, die Platform "Linz gegen rechts", sprach hingegen sogar von 1.100 Teilnehmern.
Unter dem Motto "Champagner für Euch, 12-Stunden-Tag für uns" wurde aber nicht nur gegen den Ball (er soll ein Treffpunkt rechtsextremer Gruppen sein), sondern auch gegen die Regierung protestiert.
Doch, wie schon im Vorjahr, blieb alles ruhig. Nur ein Teilnehmer wurde kurz angehalten, er hatte ein bengalisches Feuer entzündet.
Am Ende zog die Polizei auf Twitter ein ebenso launisches, wie zufriedenes Resümee.
Im Ballsaal wurde hingegen gefeiert. Trotz zahlreicher Proteste im Vorfeld, war auch Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) wieder dabei. Der Rektor der Johannes Kepler Universität, Meinhard Lukas, kam hingegen nicht. Nach der Affäre rund um ein Inserat des JKU-Absolventenvereins, in dem eine Textzeile aus dem Treuelied der SS verwendet worden war, zog er seine Zusage zurück (wir berichteten).
(gs)