Friseure können Weihnachtsgeld nicht auszahlen

Am 17. November mussten die Friseurbetriebe wieder schließen.
Am 17. November mussten die Friseurbetriebe wieder schließen.Sabine Hertel
Viele Betriebe wurden von der Corona-Krise schwer getroffen, auch die Friseure. Mit einem offenen Brief wandten sich Vertreter an die Regierung.

Wie schon im ersten Lockdown mussten die heimischen Friseurbetriebe am 17. November erneut schließen. Finanziell sieht es in der Branche nicht gut aus. Viele stehen mit dem Rücken zur Wand und benötigen sofort Hilfe. Die anstehenden Weihnachtsgelder können die meisten Friseure nicht auszahlen. Daher haben sich nun Vertreter mit einem offenen Brief an die Regierung gewandt.

Konkurse drohen

"Wir brauchen sofort Hilfe, sonst endet unsere Branche mit Geschäftsschließungen und Konkursen", heißt es in dem Schreiben. Die Friseure fordern Steuersenkungen und Gratis-Coronatests ähnlich wie in der Gastronomie.

"Insgesamt hat unsere Lockdown-Situation massive Auswirkungen auf die Arbeitslosenquote, wobei besonders Frauen stark betroffen sind. Ehrlichen, hart arbeitenden UnternehmerInnen wird die Geschäftsgrundlage entzogen und gleichzeitig steigt der Anteil an Schwarzarbeit in Österreich massiv an", so Friseurmeisterin Gülten Karagöz, stellvertretende Vorsitzende des Sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands (SWV) Wien-Simmering.

20.000 Arbeitsplätze betroffen

Aktuell seien 9.000 Unternehmen mit mehr als 20.000 Arbeitsplätzen bedroht. Die Mehrwertsteuer (MwSt) für Friseurdienstleistungen solle laut Karagöz von 20 auf 10 Prozent gesenkt und auch die Lohnnebenkosten reduziert werden. 

Laut Plan der Regierung könnten die Betriebe am 7. Dezember wieder öffnen.

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