Niederösterreich

"Friseurin verrechnete mir 211 Euro für Strähnchen"

Statt schöner Haare brachte ein Friseurbesuch der Weinviertlerin Jennifer Sch. (35) jede Menge Grund zum Ärgern ein.
15.05.2020, 16:03

Nach Wochen der Isolation wollte sich Jennifer Sch. (35) aus dem Bezirk Mistelbach etwas Gutes tun und die lokale Wirtschaft unterstützen. "Normalerweise lasse ich mir die Haare privat färben, jetzt bin ich halt wieder einmal zum Friseur gegangen", erzählt sie. Sie ließ sich im Friseursalon im Ort ihre blonden Strähnchen machen, Föhnen und Schneiden inklusive.

"Das letzte Mal war ich vor rund drei Jahren dort. Ich habe immer knapp 100 Euro gezahlt, eher weniger", erinnert sie sich. Doch am Mittwoch kam dann der Preishammer für dieselbe Leistung wie früher. "Die Friseurin hat mir eine Rechnung von 211,5 Euro vorgelegt. Die Farbe sei so teuer gewesen und meine Haare so lang, hat sie gesagt", berichtet Jennifer Sch. gegenüber "Heute".

Grünstich inklusive

"Natürlich habe ich mich beschwert, aber sie war völlig uneinsichtig. Am Ende kam das Angebot, man könne mir ja entgegenkommen, wenn ich das nächste Mal mit meinem Sohn da bin. Da ist der Normalpreis nur 14 Euro, da entgegenzukommen hilft mir wenig", ärgert sich die 35-Jährige, die außerdem nicht einmal mit dem Ergebnis des sündhaft teuren Besuchs zufrieden ist. "Meine Haare haben einen Grünstich."

Mittlerweile hat sich die Weinviertlerin im Bekanntenkreis und bei anderen Friseuren umgehört. "Scheinbar ist es anderen dort auch so gegangen. Alle haben gemeint, dass der Preis einfach viel zu hoch ist", sagt sie. Weil man beim Friseursalon völlig uneinsichtig blieb, wandte sich Sch. jetzt an die Arbeiterkammer und die Innung der Friseure. "Es kann ja nicht sein, dass die nach der Corona-Isolation plötzlich Fantasiepreise verlangen."

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