Frisör klagt: Wiener Wohnen verweigert uns Klimaanlage

"An heißen Tagen hat es bei uns im Salon schnell einmal 45 Grad. Darunter leiden Kunden und Angestellte, dennoch bewilligt Wiener Wohnen keine Klimaanlage", so Frisör Wolfgang Fasching.
"An heißen Tagen hat es bei uns im Salon schnell einmal 45 Grad. Darunter leiden Kunden und Angestellte, dennoch bewilligt Wiener Wohnen keine Klimaanlage", so Frisör Wolfgang Fasching.Neos Wien
Wolfgang P. kämpft für Abkühlung im Sommer in seinem Geschäft in der Margaretenstraße. Doch daraus wurde bisher nichts. Grund: Die Klima wäre zu laut.

Noch bleibt der Sommer hinter den Erwartungen zurück, doch die nächste Hitzewelle kommt bestimmt. Besonders betroffen ist davon Frisörmeister Wolfgang Pfeiffer (45), der seinen Hairsalon in einem Gemeindebau in der Margaretenstraße 89 (Margareten) betreibt. Zu den heißen Außentemperaturen kommt für ihn und seine Angestellten nochmal die Wärme der Föhne dazu. "An extrem heißen Tagen mit hoher Frequenz hat es zeitweise bis zu 45 Grad im Salon", so Pfeiffer.

Seit rund vier Jahren kämpft er daher bei der Hausverwaltung Wiener Wohnen um die Genehmigung für eine Klimaanklage. Und, obwohl ihm 2016 bei der Besichtigung mündlich versprochen wurde, dass das kein Problem sei, wartet er noch immer. Grund für Ablehnung: Eine Klimaanlage sei zu laut.

"Arbeiten unter unmenschlichen Bedingungen"

"Sowohl meine Angestellten, als auch meine Kundinnen und Kunden leiden unter der Hitze, was durch den Einsatz von Föhn und Haarspray ohnehin verstärkt wird. Heuer kommt auch noch der verpflichtende Mund- und Nasenschutz dazu. In Kombination mit Temperaturen von über 30 sind das unmenschliche Arbeitsbedingungen", klagt Pfeiffer.

Eine Sommerpause kommt für ihn nach der langen Zwangssperre finanziell nicht in Frage. Eine Klimaanlage würde die Situation enorm verbessern. Daher versuchte Pfeiffer wieder sein Glück, fragte erneut bei Wiener Wohnen um eine Erlaubnis an. Er versprach sogar eine besonders moderne und umweltfreundliche Klimaanlage zu installieren.

Unterstützung erhält Hair-Artist Pfeiffer (M.) von Neos-Bezirksrat Markus Österreicher (re.)
Unterstützung erhält Hair-Artist Pfeiffer (M.) von Neos-Bezirksrat Markus Österreicher (re.)Neos Wien

Wiener Wohnen verspricht Neuprüfung

Unterstützung erhält der Frisör von den Neos: "Der Salon befindet sich direkt auf der Margaretenstraße – eine Straße mit hohem Verkehrsaufkommen und Busverkehr. Hier die Lärmbelästigung als Grund für die fehlende Genehmigung vorzuschieben, ist wenig glaubwürdig. Gerade jetzt müssen wir kleine Betriebe unterstützen, anstatt ihnen mit zusätzlichen Schikanen das Leben noch schwerer zu machen", betont Markus Österreicher, Bezirksrat und Spitzenkandidat der NEOS Margareten. Er möchte dem Friseur helfen, seine Klimaanlage doch noch durchzusetzen und wandte sich an "Heute".

Auf Rückfrage erklärt Wiener Wohnen, dass Herr Pfeiffer bereits 2018 darauf hin gewiesen wurde, dass die Möglichkeit, eine Klimaanlage in dem Lokal einzubauen, von der Betriebsanlagengenehmigung abhängig ist. Das neue Ansuchen werde nun geprüft, verspricht die Hausverwaltung gegenüber "Heute".

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