FritzBox 7590 AX im Test: AVMs "Neue" kann Wifi 6

Wer für Wifi 6 vorsorgen will oder auf der Suche nach einem schnellen Kabel-Router ist, liegt mit der FritzBox 7590 AX als Flaggschiff von AVM richtig.
Wer für Wifi 6 vorsorgen will oder auf der Suche nach einem schnellen Kabel-Router ist, liegt mit der FritzBox 7590 AX als Flaggschiff von AVM richtig.Heute
Der deutsche Netzwerkspezialist AVM hat seinem Router-Flaggschiff ein Update verpasst. Die FritzBox 7590 AX ist mit Wifi 6 nun noch viel schneller.

Die FritzBox 7590 aus dem Jahr 2020 gilt bis heute nicht nur als High-End-Router und als AVM-Flaggschiff, sondern ist mit Supervectoring, WLAN mit 1.733 (5 GHz) + 800 MBit/s (2,4 GHz) und weiter neuen Betriebssystem-Updates auch weiter zukunftssicher. AVM geht allerdings mit der Zeit und hat der Box ein Modell-Update spendiert, das nun auch den neuen WLAN-Standard Wifi 6 (WLAN-ax) unterstützt. Muss man deswegen gleich direkt umsteigen? "Heute" hat es getestet.

Die FritzBox 7590 AX ist eine der neuen "Speerspitzen" des FritzBox-Sortiments. Während sie sich an die Spitze der DSL-Modelle setzt, wird sie vom Kabel-Modell FritzBox 6690 Cable und vom WLAN-Modell FritzBox 6890 LTE flankiert. In jeder Kategorie können Nutzer zudem auch auf günstigere Geräte zurückgreifen, die der Hersteller schön regelmäßig auch mit neuen Updates versorgt. Preislich kommt die neue FritzBox auf rund 270 bis 320 Euro, sie ist bereits im Handel zu haben.

Alte Stärken und neue Technologien

Insgesamt gibt es abseits von Wifi 6 wenige Neuerungen bei der FritzBox 7590 AX im Vergleich zur bisherigen FritzBox 7590. Was nicht heißt, dass es gar keine geben würde. So nutzt die neue Box Technologien, um vor allem mit mehreren WLAN-Endgeräten besser klar zu kommen, effizienter Datenpakete zu verschicken und verstopfte Netzwerke zu entwirren sowie generell Endgeräte schneller zu versorgen – OFDMA, BSS Coloring und Target Wake Time nennen sich diese.

"Alte" Stärken wie viele Anschlüsse, individuelle Einstellungsmöglichkeiten und Mesh-Unterstützung und Access Point Steering, die alle Endgeräte automatisch mit dem schnellsten Frequenzband und Funksignal verbindet, sind natürlich auch weiter mit an Bord. Das wichtigste Merkmal ist aber das neue, höhere Tempo der AX-Version: Mit diesem in Verbindung mit Wifi 6 kommt die FritzBox 7590 AX nun auf theoretische 2.400 MBit/s (5 GHz) + 1.200 MBit/s (2,4 GHz). 

Das bringt dir das Tempo in der Praxis

Der neue Standard zeigt es – die 7590 AX richtet sich vor allem an Nutzer, die Zugang zu Wifi 6 haben und einen schnellen Router dazu brauchen, jedoch nicht unbedingt an jene, die bereits die FritzBox 7590 nutzen und nun überlegen, auf das AX-Modell umzusteigen. Zwar unterstützt die 7590 AX auch weiter Wi-Fi-5 beziehungsweise WLAN AC, die Top-Leistung gibt es mit der herkömmlichen FritzBox 7590 mittlerweile aber um einiges billiger. 

Doch zu den harten Fakten im "Heute"-Test: In einer Umgebung mit mehreren Wänden, rund zwei Dutzend Endgeräten im Netz und jeder Menge anderer Störfaktoren kam die neue FritzBox auf Daten-Werte von knapp unter 1.000 und etwas über 600 MBit/s – starke Werte, die die Mittelklasse-Modelle von AVM übertreffen, die aber auch oder nahe jenen der herkömmlichen 7590 liegen würden. AX spielt vor allem dann seine Stärke aus, je weiter man sich vom Router entfernt.

Die neue FritzBox ist ein Reichweiten-Meister

Als Faustregel gilt: Je größer die Nutzer-Umgebung ist und je mehr Geräte sich in das Netzwerk einwählen sollen, umso mehr zahlt sich die neue FritzBox 7590 AX aus. Bei den Anschlussmöglichkeiten gibt es indes weiter eine große Auswahl: vier Mal Gigabit-LAN, ein Mal Gigabit-WAN und zwei Mal USB 3.0 zum Beispiel. DSL gibt es mit Supervectoring bis zu 300 MBit/s. Die neue FritzBox ist aucch wieder eine vollwertige Telefonanlage. Über die integrierte DECT-Basis können bis zu sechs Schnurlostelefone angeschlossen werden. Auch mit Repeatern und Co. arbeitet die Box perfekt zusammen.

Bei den Anschlussmöglichkeiten der FritzBox 7590 AX gibt es weiter eine große Auswahl.
Bei den Anschlussmöglichkeiten der FritzBox 7590 AX gibt es weiter eine große Auswahl.Heute

Drittanbietergeräte mit DECT-ULE/HAN-FUN-Technologie mit der FritzBox verbunden werden. Damit alles im Blick bleibt und man auch unterwegs an den Einstellungen schrauben beziehungsweise das Netzwerk im Blick haben kann, gibt es natürlich auch wieder die praktischen Fritz-Apps für Mobilgeräte. Wer es jedoch nicht so mit selbst gewählten Einstellungen hat, darf beruhigt sein: Ab Werk gibt es eine Verschlüsselung, Firewall und die Möglichkeit, ein zweites, separates Gäste-Netzwerk aufzuziehen, mit dem Besucher zwar ins WLAN kommen, das aber vom eigentlichen Heimnetz abgekoppelt ist.

Die 7590 ist das neue FritzBox-Flaggschiff

Nicht vergessen darf man auf die übersichtliche Benutzeroberfläche FritzOS, auf der sich selbst absolute Router-Anfänger sofort zurechtfinden sollten. Und will man auch da nicht wirklich etwas angreifen, wählt man einfach automatische Updates aus und lässt sich die neuesten Software-Versionen einfach von selbst einspielen. Die neue FritzBox bringt wie von der herkömmlichen 7590 gewohnt die volle LAN- und WLAN-Power in die heimischen Wohnzimmer. Abseits von der Unterstützung von Wifi 6 hat sich aber innerlich beim Router wenig getan.

Genau das ist der Grund, warum sich vor allem jene, die Wifi 6 sowieso nicht nutzen wollen, den Umstieg bisher sparen können, denn abseits davon liegen beide Modelle auf Augenhöhe. Wer allerdings für Wifi 6 vorsorgen will oder sowieso auf der Suche nach einem starken, schnellen Kabel-Router ist, liegt mit der FritzBox 7590 AX als Flaggschiff von AVM richtig. Die Box bietet die gewohnt vielen Anschlüsse und übersichtlichen Einstellungsmöglichkeiten sowie das hohe Tempo der Router-Flaggschiffe und holt mit Wifi 6 auch noch einen zusätzliche Daten-Turbo raus.

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