Österreich

Frühere Synagoge jetzt unter Denkmalschutz

Heute Redaktion
13.09.2021, 18:59

"Die Ermittlungen haben den Denkmalschutz für die ehemalige Synagoge und das Rabbinerhaus in großen Teilen bestätigt", heißt es seitens des Bundesdenkmalamtes.

Das Ergebnis der Prüfung durch das Bundesdenkmalamt zur ehemaligen Synagoge in Gänserndorf liegt vor. Das Gebäude stand vor dem Abriss und wurde im Sommer wegen "Gefahr in Verzug" unter Schutz gestellt. "Die Ermittlungen haben den Denkmalschutz für die ehemalige Synagoge und das Rabbinerhaus in großen Teilen bestätigt", hieß es am Montag auf APA-Anfrage seitens des Bundesdenkmalamtes.

"Eine Veränderung oder gar Zerstörung bedarf einer Bewilligung des Bundesdenkmalamtes", teilte die Behörde mit. Ein entsprechender Antrag liege derzeit nicht vor.

Der Bescheid des Bundesdenkmalamtes wurde den Parteien zugestellt, innerhalb von vier Wochen - bis Ende November - kann dagegen Beschwerde eingebracht werden. Nächste Instanz wäre das Bundesverwaltungsgericht.

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Das Bundesdenkmalamt hatte die frühere Synagoge vor einigen Monaten nach Hinweisen und einer Anfrage von Bundespräsident Alexander Van der Bellen wegen "Gefahr in Verzug" unter Schutz gestellt. Der Abriss des desolaten Gebäudes war bereits 2014 im Gemeinderat beschlossen worden, geplant war ein Parkplatz und ein kleiner Park mit einer Gedenktafel als "Ort des Erinnerns".

Die Synagoge in der Bahnstraße 60 wurde laut der Initiative Denkmalschutz 1889 vom Architekten Jakob Modern erbaut und 1908 um das Rabbinerhaus erweitert. "Mit dem ursprünglichen Gebäude von 1889 hat das heutige Objekt nichts mehr gemein", hatte Bürgermeister Rene Lobner (VP) im Juli in einem offenen Brief betont und auf mehrere Umbauten hingewiesen. (red)