Früherer Jugendgerichtshof wird abgerissen

Bild: Leserreporter Bettina Prochazka

Das Gebäude des ehemaligen Jugendgerichtshofs in Erdberg wird derzeit abgerissen. Es stand nach der Auflassung der Institution über zehn Jahre lang leer.

Seit den Zwanzigerjahren war die Justizanstalt Wien-Erdberg im Gebäude an der Ecke Rüdengasse und Hagenmüllergasse beheimatet. Auch das Jugendgericht fand dort seinen Platz. 1929 wurde der Jugendgerichtshof eingerichtet, der dort mehr als 70 Jahre beheimatet blieb.

Die Renovierung in den späten Neunzigerjahren hat sich nicht wirklich ausgezahlt, denn 2003 ließ Justizminister Dieter Böhmdorfer den Jugendgerichtshof auflösen. Seit damals stand das Gebäude, das über 70 Hafträume für jugendliche Häftlinge verfügte, leer.

Drei Verkäufe in acht Jahren

2006 wurde das Gebäude von der Bundesimmobiliengesellschaft für 5,7 Millionen Euro an den Immobilienentwickler CEBA verkauft. Aliqua erstand es daraufhin für 11,2 Millionen Euro. Wie das Magazin "Gewinn" in der Oktober-Ausgabe 2014 berichtete, übernahm Frantschach-Erbe Christian Kaufmann vor kurzem die Eigentümerschaft.

Ein Abriss war schon länger im Raum gestanden, da das Gebäude nicht denkmalgeschützt ist. In den letzten Jahren war es gelegentlich als Drehort genutzt worden.

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