Frühjahrs-Putz: Jährlich 3.400 Verletzte in NÖ

Durchschnittlich verletzen sich in NÖ 3.400 Menschen beim Putzen.
Durchschnittlich verletzen sich in NÖ 3.400 Menschen beim Putzen.Bild: iStock (Symbol)

Die Tage werden länger, der Frühling steht ins Haus – Zeit für eine gründliche Reinigung der eigenen vier Wände. Doch die ist gefährlicher als man denkt.

In vielen Haushalten steht jetzt der traditionelle Frühjahrsputz an. Das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) rät zur besonderen Vorsicht. Denn: Allein in Niederösterreich verletzen sich jährlich rund 3.400 Menschen bei den Reinigungsarbeiten so schwer, dass sie ins Spital gebracht werden müssen.

Ablenkung oft Unfallursache

Knochenbrüche, offene Wunden, Sehnen- und Muskelverletzungen sowie Prellungen zählen dabei zu den am häufigsten auftretenden Blessuren. Die Unfallursache Nummer Eins (37 Prozent) ist dabei laut KFV Ablenkung, Hektik und Unachtsamkeit.

„Gerade in vertrauter Umgebung verhält man sich allzu oft sorglos oder unvorsichtig: Man steigt fürs Fensterputzen aufs Fensterbrett, missbraucht aus Bequemlichkeit einen Sessel als Leiter oder balanciert über feuchte Flächen, die soeben gewischt wurden. In Kombination mit Hektik und Ablenkung kann dies schnell zu gefährlichen Situationen führen", warnt Christian Kräutler, Leiter des Bereichs Haushalts-, Freizeit- und Sportsicherheit im KFV.

73 Prozent sind Stürze

Bei 73 Prozent der Unfälle handelt es sich um Stürze, in 10 Prozent der Fälle schneiden sich Betroffene an scharfen Gegenständen oder stoßen mit Gegenständen oder anderen Personen zusammen.

Die Tipps der Experten:

• Planen Sie ausreichend Zeit für Ihr Putzvorhaben ein. Überanstrengung und Hektik erhöhen das Unfallrisiko.

• Zweckmäßige Kleidung und gutes Schuhwerk mit rutschfester Sohle sind Grundvoraussetzung für einen sicheren Frühjahrsputz.

• Niemals auf Fensterbänke, Stühle oder Tische steigen. Stets geprüfte Leitern als Steighilfen verwenden.

• Herumliegende Gegenstände sind potenzielle Stolperfallen. Alle Hilfsmittel so platzieren, dass man nicht darüber stolpert.

• Multitasking vermeiden: mit dem Zeitdruck und der Hektik steigt auch die Unfallgefahr.

• Lesen Sie die Produktetiketten sorgfältig und befolgen Sie die Sicherheitsempfehlungen und -hinweise.

• Reinigungsmittel nicht mischen oder unmittelbar hintereinander anwenden! Dadurch können gefährliche chemische Reaktionen in Gang gesetzt werden.

(nit)

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt:
NiederösterreichGood NewsNiederösterreichArbeitsunfallVerletzung

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen