Frühling: Gewalt in Familien nimmt zu

Nicht immer sorgen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen im Frühling für Hochgefühl: Gerade jetzt sei eine extreme Zunahme häuslicher Gewalt zu beobachten, weiß Polizeijuristin Bettina Kreuzhuber. Jüngstes Beispiel: Ein Linzer drohte seiner langjährigen Partnerin, deren Tochter vor ihren Augen zu erschießen.
Nach Gewaltakten in der Familie musste die Linzer Polizei im Vorjahr in 241 Fällen die Partner dauerhaft aus gemeinsamen Wohnungen fernhalten, heuer bereits 51 Mal. Nicht immer sind die Täter Männer: Bis zu zehn Prozent der Aggressoren sind Frauen! 2009 waren 133 Mal auch Kinder betroffen, heuer in 29 Fällen, sagt Kreuzhuber. Auslöser seien häufig Alkohol, Depressionen und die Urlaubszeit. Es werden nicht mehr Taten, aber die Gewalt wird extremer! Erst vor wenigen Tagen wurde ein Linzer nach einer Morddrohung inhaftiert. Vor Jahren hatte er seiner Partnerin bereits den Kiefer gebrochen. Gewalt in der Familie ist keine Privatsache, appelliert Kreuzhuber an die Zivilcourage: Alarmieren sie rechtzeitig Polizei und Rettung!

Hotlines: Gewaltschutzzentrum OÖ Tel.: 0732 / 697760; Kinderschutzzentrum Tel.: 0732 / 781666, Kinder- und Jugendanwaltschaft Tel.: 0732 / 779777.

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