Mit dem neuen Schulentwicklungsprogramm (SCHEP) wird festgelegt, wo welche Bundesschulen (AHS bzw. berufsbildende mittlere und höhere Schulen) neu gebaut, saniert oder erweitert werden. Grundsätzlich gilt: Ausbau kommt vor Neubau - neue Schulbauten entstehen vor allem in Wien, Linz, Graz bzw. im Speckgürtel rund um die Bundeshauptstadt.
In Wien sollen etwa bis 2030 sechs neue AHS-Bauten realisiert werden - Langformen am Nordwestbahnhof (Leopoldstadt), beim Eurogate (Landstraße), in Rothneusiedl (Favoriten), An den Eisteichen (Meidling) sowie in der Winkeläckerstraße (Floridsdorf) sowie ein Sport-Oberstufenrealgymnasium beim Austria-Stadion (Favoriten). Dazu kommen ein HTL-Neubau in der Brünnerstraße (Floridsdorf) sowie eine neue Handelsakademie/Handelsschule im Süden Wiens noch ohne konkrete Ortsangabe.
In Oberösterreich entstehen zwei neue AHS-Langformen in Linz-Umgebung (ohne konkrete Ortsangabe - eine südlich, eine westlich von Linz) sowie je ein Oberstufen-Realgymnasium in Linz-Umgebung (ohne konkrete Ortsangabe im Norden von Linz) bzw. in Steyr. Ebenfalls geplant ist eine neue HTL entweder im Linzer Umland, Wels oder Steyr.
Für Niederösterreich sind fünf neue AHS-Bauten (alle Langform) aufgelistet - in Tullnerbach (Expositur des BG/BRG Purkersdorf), in Klosterneuburg sowie drei noch ohne konkrete Ortsangabe (je eine nördlich, südlich und nordöstlich von Wien).
In der Steiermark entstehen drei neue AHS-Langformen - zwei in Graz (Reininghausgründe bzw. Graz Süd) sowie eine im östlichen Umland der Landeshauptstadt. Dazu kommt noch eine Bildungsanstalt für Elementarpädagogik ebenfalls in der östlichen Grazer Umgebung.
In Tirol soll im Umland Innsbrucks ein Oberstufenrealgymnasium gebaut werden, in Vorarlberg wird in Dornbirn neben der bestehenden HTL ein Sport-Oberstufenrealgymnasium errichtet. Keine Neubauten geplant sind in Kärnten, Salzburg und im Burgenland.
In Niederösterreich werden in den nächsten zehn Jahren damit mehr als 460 Millionen Euro in den Neu-, Um- und Zubau von Bundesschulen investiert. „Niederösterreich wurde damit im so genannten Schulentwicklungsplan 2020 sehr stark berücksichtigt. Es ist dies jenes Schulentwicklungsprogramm, das die wichtigsten Investitionen in Bundesschulen beinhaltet. Diese Investitionen sind auch hinsichtlich der Corona-Krise enorm wichtig, da durch sie nicht nur neue oder sanierte Bildungseinrichtungen geschaffen, sondern auch gewaltige wirtschaftliche und konjunkturelle Impulse ausgelöst werden“, freuen sich Bildungs-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (VP) und Bildungsdirektor Johann Heuras.
„Der Platzmangel vor allem an den Gymnasien rund im Wien war in den letzten Jahren besorgniserregend“, sagt Georg Ecker, Bildungssprecher der Grünen im NÖ Landtag. Seit vielen Jahren fordern die Niederösterreichischen Grünen, mehr Plätze im Wiener Umland zu schaffen, damit die Schüler genügend Raum und damit ein optimales Lernumfeld haben. „Wir freuen uns, dass unter grüner Regierungsbeteiligung nun diese zentrale Forderung der Grünen Niederösterreich aufgegriffen wurde und die Schulen rund um Wien endlich ausgebaut werden.“
Konkret wurden von den Grünen etwa Erweiterungs- bzw. Sanierungspläne für die Gymnasien im Bezirk Gänserndorf, in Korneuburg, Mödling und Perchtoldsdorf sowie ein Neubau in Tullnerbach präsentiert. „Wir hoffen auf eine rasche Umsetzung dieser Investitionen in unsere Zukunft“, so Ecker.