Für Birgit Hebein ist klar: Rot-Grün oder Opposition

Birgit Hebein
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Vizebürgermeisterin Birgit Hebein hat in Bezug auf die Wien-Wahl betont, dass die Grünen entweder mit der SPÖ regieren oder in Oppositon gehen.

Die grüne Vizebürgermeisterin Birgit Hebein war am Donnerstag zu Gast in der "ZiB2" und sprach dort über Corona-Krise, die Vorbereitungen für den Herbst und die Ziele für die Wien-Wahl.

"Dürfen nicht vergessen, dass wir in einer Millionenstadt leben"

Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte angekündigt, dass Österreich in Bezug auf Corona ein schwieriger Herbst bevorstehe. Hebein vertraue in dieser Pandemie voll und ganz Gesundheitsminister Rudolf Anschober. "Die Zahlen sind sehr ernst zu nehmen, aber wir dürfen nicht vergessen, dass wir in einer Millionenstadt leben. Wir testen sehr viel. Das ist einer der Gründe, warum die Zahlen steigen. Wir sind sehr gut vorbereitet und werden weiterhin gut mit dem Bund zusammenarbeiten", so die Vizebürgermeisterin.

Angesprochen auf die Corona-Ampel meinte Hebein, es sei wichtig, dass die Experten über Maßnahmen entscheiden und nicht die Politiker. Viele Familien seien vor dem Schulbeginn aufgrund der Situation besorgt. Hebein vertraue auf die "transparente Expertise".

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Weiters sprach die Wiener Grünen-Chefin die 35-Stunden-Woche an, die sie schon länger fordert. "Die Arbeitslosigkeit mache den Menschen Sorgen. Ich will nicht durch Wien marschieren und jedes dritte Lokal wird geschlossen. Wir als Stadt Wien müssen dabei in die Offensive gehen."

Erneut brachte Hebein in der Flüchtlingsfrage Kritik an der ÖVP und Sebastian Kurz an. Die "Schmerzgrenze sei erreicht". Sie habe kein Verständnis dafür, dass man nicht ein paar Hundert Kinder aufnehmen kann. Dass sich hier die Grünen auf Budnesebene gegen den Koalitionspartner nicht durchsetzen können, "tut natürlich weh, aber so ist es in einer Demokratie." 

"Bin gegen Experimente"

Dass ihre Projekte wie der Gürtel-Pool, die Pop-Up-Radwege oder Tempo 30 innerhalb des Gürtels vor allem von Autofahrern scharf kritisiert werden, verteidigt die Wiener Grünen-Chefin: "Ich war selber unlängst beim Baumarkt und hab mir dafür auch ein Auto ausgeborgt. Wir haben eine Klima-Krise und die ist sehr ernst zu nehmen. Deshalb müssen wir handeln." Das tue sie mit all den Projekten. Angesprochen auf den Gürtel-Pool betonte die 53-Jährige: "Ich halte es für wichtig, den öffentlichen Raum den Menschen zurückzugeben."

Bei der Wahl am 11. Oktober möchte sie das "beste Ergebnis der Wiener Grünen" einfahren. Eine genaue Zahl nannte sie nicht. Ausgeschlossen hat sie eine Koalition mit den Neos und ÖVP, sollte Michael Ludwig Nummer eins werden. "Ich bin gegen Experimente. Ich habe nicht das Gefühl, dass die Wiener nach zehn Jahren Rot-Grün eine Veränderung wollen. Es gehe um die Klimaziele."

Das bedeutet entweder erneut Rot-Grün oder Opposition. Etwas anderes kommt für Hebein nicht in Frage.

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