Wien

Für Dompfarrer sind Impfgegner wie "kleine Kinder"

Während sich Dompfarrer Toni Faber so schnell wie möglich impfen lassen will, vergleicht er Impfgegner mit kleinen Kindern, die widerspenstig seien.
Rene Findenig
27.12.2020, 07:39

"Da kommt‘s mir fast vor, dass man mit kleinen Kindern reden muss, die nicht verstehen warum sie jetzt einen Tag das Bett hüten müssen, warum sie jetzt ein Medikament, das nicht süß schmeckt, essen müssen. Ich hoffe, da wird sich die Vernunft und der Verstand gegenüber allen falschen Ängsten durchsetzen", sagt der Dompfarrer zu St. Stephan, Toni Faber, laut ORF zu jenen Menschen, die sich gegen Corona-Massentests und -Impfungen sträuben würden.

„"Keine Schwierigkeit, dass man da kleine Beschwernisse, die vielleicht da sein könnten, mit dem aufwiegt, was an Möglichkeiten und Chancen geboten wird"“

Er selbst sowie Kardinal Christoph Schönborn würden sich "sobald wie möglich impfen lassen", so Faber. Kein Verständnis habe er für Verschwörungstheoretiker und Impfgegner: "Keine Schwierigkeit, dass man da kleine Beschwernisse, die vielleicht da sein könnten, mit dem aufwiegt, was an Möglichkeiten und Chancen geboten wird". Da im Lockdown nun ab Montag auch keine öffentlichen Gottesdienste mehr stattfinden, werde man sie teils medial zelebrieren.

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„"Bitte nützen Sie die Zeit, dass sie persönlich reifen können. Es stellt den Lebenswandel um, ich kann nicht mehr unterwegs sein auf drei Kirtagen am Abend gleichzeitig"“

Menschen sollten sich jetzt im Lockdown auch auf das konzentrieren, was wichtig sei, sagte Faber zum ORF: "Bitte nützen Sie die Zeit, dass sie persönlich reifen können. Es stellt den Lebenswandel um, ich kann nicht mehr unterwegs sein auf drei Kirtagen am Abend gleichzeitig, sondern ich kann mehr in mich gehen. Das kann mir nicht schaden und anderen vielleicht auch nicht."