Bitter: Noch vor wenigen Jahrzehnten schien die Säbelantilope aus der Natur für immer verschwunden. Intensive Bejagung und der Verlust geeigneter Lebensräume führten zu dramatischen Rückgängen der Bestände. 2000 wurde die Art schließlich von der International Union for Conservation of Nature (IUCN) als "in der Natur ausgestorben" eingestuft.
Dass die Tierart heute wieder durch ihre ursprünglichen Lebensräume streift, ist das Ergebnis jahrzehntelanger internationaler Zusammenarbeit: Zoos, Naturschutzorganisationen und Behörden bauten mithilfe koordinierter Zuchtprogramme stabile Populationen auf und ermöglichten schließlich die Wiederansiedlung in Nordafrika.
Das bedeutet freilich weit mehr, als die Antilopen einfach wieder freizulassen: Über zum Teil Jahrzehnte mussten Zucht und genetische Vielfalt koordiniert, Vierbeiner gesundheitlich untersucht und langfristig geschützte Lebensräume geschaffen werden.
Mit Erfolg: Inzwischen leben rund 1.300 Säbelantilopen in vier Ländern in freier Wildbahn. 2023 konnte die Art auf der Roten Liste auf "stark gefährdet" herabgestuft werden. "Ein bemerkenswerter Meilenstein" im weltweiten Schutz, so der Zoo Schmiding (Bez. Wels-Land).
Auch dort werden die Tiere seit vielen Jahren gehalten und erfolgreich nachgezüchtet. Ziel des Zoos als Teil der IUCN und des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms: eine gesunde und genetisch vielfältige Population langfristig zu erhalten.
Direktor Andreas Artmann freut sich: "Die Geschichte der Säbelantilope zeigt eindrucksvoll, welchen Beitrag Zoos gemeinsam mit ihren internationalen Partnern zum Artenschutz leisten können."