Die abgelaufene Saison der Motorsport-"Königsklasse" endete mit einem echten Herzschlagfinale. Erst in der letzten Runde des Großen Preises von Abu Dhabi überholte Red-Bull-Star Max Verstappen seinen Rivalen Lewis Hamilton, holte sich seinen ersten Weltmeister-Titel.
Nun greift ein vollkommen neues Auto-Reglement. Die Boliden mussten von Grund auf neu gebaut werden. Dadurch erhofft sich die Formel 1 eine Durchmischung des Feldes, kleinere Teams sollen wieder näher an die großen Drei - Mercedes, Red Bull und Ferrari - heranrücken.
Doch auch die Strategie soll wieder deutlich variabler werden. Dafür wird das Reifen-Reglement angepasst, berichtet die italienische Version von "Motorsport.com". Demnach soll künftig auch den Top-Ten-Piloten des Qualifyings eine freie Reifenwahl im Rennen zustehen.
Die nun vor der Abschaffung stehende Regel wurde 2014 eingeführt. Piloten mussten mit dem Reifen das Rennen in Angriff nehmen, mit dem sie den zweiten Qualifying-Abschnitt bestritten. Der Plan damals war, den Teams außerhalb der Punkteränge eine größere Chance zu geben, sich im Rennen vorzuarbeiten, da die strategischen Möglichkeiten der besser klassierten Teams minimiert sind.
Zuletzt hätte sich diese Regel demnach aber nicht mehr bewährt. Stattdessen seien die Top-Teams häufig mit derselben Rennstrategie losgefahren, dadurch litt die Spannung in den Rennen. Mercedes und Red Bull konnten sich darüber hinaus häufig auch problemlos mit dem Medium-Reifen für den letzten Qualifying-Abschnitt qualifizieren, während dahinter liegende Teams dann gezwungen waren, mit Soft-Reifen das Rennen zu starten. Durch die Regeländerung sollen die strategischen Möglichkeiten stark vergrößert werden. Allerdings besteht die Gefahr, dass nun das gesamte Feld mit demselben Reifen losfährt...