PROJEKTNAME: LeNa-Challenge - Lehrlings Nachhaltigkeitschallenge
PROJEKTTRÄGER: Thinkubator & Sindbad Social Business
KATEGORIE: Zivilgesellschaft
THEMENBEREICH: Nachhaltigkeitsbildung
TEILNEHMERZAHL: 4-10 pro Challenge
PROJEKTSTART: 2023
STATUS: Aktiv
REGION: Wien
INSTITUTIONALISIERT ALS: Verein
WIRKUNGSFELD: Ganz Österreich
WEB: https://www.thinkubator.earth/
Darum geht es beim Projekt "LeNa-Challenge - Lehrlings Nachhaltigkeitschallenge"
Die LeNa-Challenge ist ein Kooperationsprojekt zur Förderung von sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit im österreichischen Lehrlingswesen zwischen Thinkubator und Sindbad Social Business. Es verbindet das Nützliche mit dem Notwendigen - Lehre & Nachhaltigkeit. Unser Angebot richtet sich an Unternehmen und Lehrlinge zugleich.
Im Programm erarbeiten Lehrlinge Lösungsideen für ihr Unternehmen im Bereich der Nachhaltigkeit. Die Lehrlinge werden so für die Thematik sensibilisiert und erhalten ein grundlegendes Verständnis von nachhaltigem Handeln und Wirtschaften.
Die Unternehmen erhalten Botschafter:innen für Nachhaltigkeit und die Maßnahme dient ebenfalls zur Bindung und als Wertschätzung gegenüber ihren Lehrlingen.
Heute For Future-Award im Gespräch mit Daniel Nenning von Thinkubator & Sindbad Social Business
Was zeichnet das Projekt aus bzw. wie unterscheidet es sich von anderen?
Im Gegensatz zu den meisten Initiativen, die unseren ähnlich sind, fokussieren wir uns nicht auf Individuen oder Handlungsspielräume von Konsument:innen, sondern wir vermitteln die Notwendigkeit sowie Lösungsansätze einer systemischen Transformation, die auf wirtschaftlicher Ebene passieren muss. mit der Hilfe von nachhaltigen Wirtschaftspraktiken wie beispielsweise der Kreislaufwirtschaft.
Unsere Vorgehensweise ist kein Fingerzeug, keine Anschuldigung, sondern ein konstruktives Vernetzen von Wissen, um Lösungen dorthin zu bringen, wo sie angewendet werden können - mit der großen Vision, den Knowledge-Action-Gap im Bereich Nachhaltigkeit zu schließen.
Die LeNa-Challenge verbindet dabei 3 große Herausforderungen: Klimakrise, Fachkräftemangel & Authentizität im Bereich Nachhaltigkeit. Das Programm stellt eine modulares, anpassbares Angebot dar, dass zielgerichtet auf die Bedürfnisse der Lehrlinge und der Unternehmen eingeht. Dadurch entsteht eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.
Wir sind der Meinung, dass die LeNa-Challenge ein enormes gesellschaftliches Potential in sich birgt. Es liegt an uns, dieses Potential zu entfalten und breit auszurollen. Daran arbeiten wir Tag für Tag mit Hirn, Herz und Begeisterung. Unser Angebot ist in der Form einzigartig am österreichischen Markt.
Haben Sie sich am Beginn Ihres Projektes an einem anderen Modellprojekt orientiert?
Nein.
Ist Ihr Projekt bereits in anderen Regionen nachgemacht worden?
Nein.
Glauben Sie, dass Ihr Projekt auch anderswo durchgeführt werden könnte?
Ja, auch im Ausland.
Welche Voraussetzungen sollten erfüllt sein, dass Ihr Projekt anderswo nachgemacht werden könnte?
Fördermittel und ein Anreizsystem für Unternehmen wäre dem Projekt definitiv dienlich. Zusätzlich braucht es Bewusstseinsbildung in Form von Öffentlichkeitsarbeit und Kampagnen.
Was sollte geschehen, damit Ihre praktische Arbeit erleichtert wird? Wer sollte aktiv werden?
Politische Förderstrukturen, die Bewusstseinsbildung und Bildung für Nachhaltigkeit über Drittorganisationen (teil-)finanzieren. Zudem braucht es den politischen Druck in Richtung der Unternehmen, die Transformation zu nachhaltigen Wirtschaftspraktiken voranzutreiben sowie Förderungen für Nachhaltigkeitsbestrebungen.
Die Politik sollte das Potenzial der Verbindung von Lehre und Nachhaltigkeit erkennen und alle politischen Ebenen sollen ihren Beitrag dazu leisten. Die Ministerien BMK und BMAW sowie das BMBWF sollen sich in ihren jeweiligen Bereichen und mit ihren Expertisen für mehr Nachhaltigkeitsbildung und mehr Nachhaltigkeit in der Bildung einsetzen und somit die Rahmenbedingen für eine nachhaltigere, resilientere Gesellschaft schaffen.
Auf lokaler und Landesebene sollten zusätzlich Anreize für Unternehmen, Organisationen und Initiativen gesetzt werden, um Nachhaltigkeit auch regional stärker zu fördern und besser zu verankern. Nachhaltigkeit ist meistens nicht gratis, aber unbezahlbar.