Fünf Jahre in Kammerl: "So wollte man mich rausekeln!"

Bild: Daniel Schaler

Kein Wasser, keine Heizung im Winter, übler Gestank - mit miesen Tricks wollte man den ungeliebten Schulleiter Karl Gottwald sogar aus seiner Besenkammer in Vösendorf (Mödling) vertreiben.

Kein Wasser, keine Heizung im Winter, übler Gestank – mit miesen Tricks wollte man den ungeliebten Schulleiter Karl Gottwald sogar aus seiner Besenkammer in Vösendorf (Mödling) vertreiben.

"Man wollte mich fertigmachen, meinen Willen mit Psychotricks brechen", packt Karl Gottwald jetzt nach seiner Pensionierung aus. Mal saß der 62-Jährige mit Haube und Jacke an seinem "Arbeitsplatz", weil die Heizung im Winter defekt war. "11, 12 Grad Raumtemperatur waren leider keine Seltenheit, ich führte genau Buch." Dafür war im nächsten September sein Kammerl schon voll eingeheizt. "Und ich wurde vom Bürgermeister süffisant gefragt, ob mir eh nicht kalt ist", erinnert sich Gottwald.

"Und es stank zeitweise bestialisch. Das war problematisch, da ich ja laut Dienstvertrag das Zimmer nicht verlassen durfte", so der Musiker. Immer wieder auch: kein Fließwasser. Wie berichtet, war der Direktor nach einem Vertrauensbruch (Anm.: Er hatte eine funktionierende Heizung für die Kinder gefordert!) vom Ex- Ortschef entlassen, nach einer gewonnenen Klage wiedereingestellt, aber strafversetzt worden – in die "Neue Musikschule", ein winziges, dreckiges Kammerl in einem stillgelegten Heim.

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