Fünf Mitglieder von Nazi-Gruppe "Objekt 21" verurteilt

Am Landesgericht Wels wurden fünf Männer zu Haft- bzw. Geldstrafen verurteilt, weil sie als Teil der Neonazi-Gruppierung "Objekt 21" zahlreiche kriminelle Taten verübt haben sollen (nicht rechtskräftig).

Am Landesgericht Wels wurden fünf Männer zu Haft- bzw. Geldstrafen verurteilt, weil sie als Teil der Neonazi-Gruppierung "Objekt 21" zahlreiche kriminelle Taten verübt haben sollen (nicht rechtskräftig).

Den Angeklagten zwischen 28 und 32 Jahren wurde vorgeworfen, eine kriminelle Vereinigung gegründet und über mehrere Jahre hinweg mehrmals Körperverletzungen, Freiheitsentzug, Brandlegung, Hausfriedensbruch und Sachbeschädigung begangen zu haben.

Bereits in der Vergangenheit gab es Prozesse und Verurteilungen gegen andere Mitglieder des "Kultur-und Freizeitverein Objekt 21", der sich in einem Bauernhof im Bezirk Vöcklabruck eingemietet hatte. Neben der Pflege von nationalsozialistischem Gedankengut fungierten die Männer auch als Schutztruppe für einen Rotlicht-König, für den sie Aufträge ausführten - zum Beispiel das gewalttätige Einschüchtern von Konkurrenten oder Brandstiftung in deren Lokalen.

Der Hauptangeklagte wurde zu 24 Monaten Haft, davon 21 bedingt, verurteilt. Die anderen Angeklagten fassten jeweils ein Jahr, sechs, fünf bzw. drei Monate bedingter Haft aus. Sie nahmen allesamt die Urteile an, der Staatsanwalt möchte aber noch mit der Oberstaatsanwaltschaft Rücksprache halten und gab keine Erklärung ab - somit sind die Urteile auch noch nicht rechtskräftig.

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