Fünf Monate bedingt für Attacke auf FP-Landeschef

Das Auto von Manfred Haimbuchner wurde von Vermummten attackiert.
Das Auto von Manfred Haimbuchner wurde von Vermummten attackiert.Bild: Peter Christian Mayr / Cityfoto, Manfred Haimbuchner

Sieben Männer attackierten nach einer Demo beim Burschenbundball das Auto von Manfred Haimbuchner. Einer der Angreifer wurde am Freitag schuldig gesprochen.

Der Vorfall ereignete sich beim Burschenbundball am 3. Februar dieses Jahres in der Linzer Innenstadt. Die Demo, an der sich rund 700 Demonstranten beteiligt hatten, verlief eigentlich friedlich.

Kurz vor Ende eskalierte die Situation: Sieben Vermummte stürmten nahe des Hessenparks auf ein Auto zu. Landeshauptmann-Stellvertreter Manfred Haimbuchner (FPÖ) saß gemeinsam mit seiner Gattin in dem Audi A6.

"Schwarzer Block" schlug auf Auto ein

Die Randalierer, die dem "Schwarzen Block" zuzuordnen sind, schlugen gegen die Seitenscheiben des Wagens und traten mit voller Wucht mit den Füßen gegen das Heck. Haimbuchner hielt den Zwischenfall mit Handyfotos fest.

Die Polizei hielt nach der Attacke mehrere Menschen an, sieben davon - zwei Frauen und fünf Männer, mussten sich am Freitag wegen wegen teils schwerer Sachbeschädigung und gefährlicher Drohung vor Gericht verantworten. Die Höchststrafe liegt bei zwei Jahren Haft.

Sechs der sieben Beschuldigten - alles bisher unbescholtene Schüler und Studenten, großteils aus Deutschland - erklärten vor Gericht, sie seien zur Demo nach Linz gekommen und nachher in einer losen Gruppe durch die Stadt gegangen. Eine Straftat hätten sie weder geplant noch begangen noch beobachtet. Der siebente Angeklagte, der einzige Österreicher, will sich der Gruppe überhaupt nur angeschlossen haben, um nicht alleine zu seinem Auto gehen zu müssen.

Ehefrau erkannte Angreifer

Die Handy-Fotos, die Haimbuchner von den Angreifern machte waren laut Gericht nur "bedingt aussagekräftig". Seine Frau, die mit ihm im Auto saß, erkannte aber einen 22-Jährigen als den Angreifer.

Der deutsche Student wurde schuldig gesprochen und wurde zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt. Die übrigen sechs wurden freigesprochen. (rs)

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