Österreich

25-Jähriger ermordet Ex und ihre ganze Familie

Heute Redaktion
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Der 25-jährige Andreas E. soll in der Nacht auf Sonntag ein Blutbad in einem Kitzbüheler Wohnhaus angerichtet haben. Aus Eifersucht löschte er eine ganze Familie aus.

"So eine unfassbare Tragödie hatten wir in Kitzbühel noch nie", sagt Bürgermeister Klaus Winkler, "so eine Eskalation war nicht annähernd absehbar", Landeskriminalamt-Chef Walter Pupp. Seit den frühen Morgenstunden stehen die Einsatzkräfte am Sonntag in Kitzbühel im Großeinsatz. Im Ortsteil Vordergrub ist es zu einer Bluttat gekommen, bei der fünf Menschen starben.

Auslöser dürfte Eifersucht gewesen sein, als mutmaßlicher Täter gilt der 25-jährige Einheimische Andreas E. Er kam Sonntagfrüh gegen 6 Uhr in die Kitzbüheler Polizeistation, legte ein Messer und eine Pistole auf den Tisch und erklärte den Beamten: "Ich habe soeben fünf Personen getötet." Als die Polizei am Tatort Nachschau hielt, fand sie fünf Leichen vor.

Der Ablauf der Tat

Der 25-Jährige wurde in Haft genommen und noch in den Morgenstunden befragt. Was die Polizei bisher rekonstruieren kann, lässt auf eine Eifersuchtstat schließen. Die Verlobte Nadine H. (19) von Andreas E. hatte sich vor rund zwei Monaten von ihm getrennt und war mittlerweile in einer neuen Beziehung. In der Nacht auf Sonntag trafen E. sowie seine Ex-Freundin und deren neuer Freund (24) aufeinander.

Nach einem verbalen Streit seien die Beteiligten ihrer Wege gegangen – der 25-jährige mutmaßliche Täter zu sich nach Hause, die 19-Jährige und ihr Freund ins Wohnhaus ihrer Eltern. Doch noch in der Nacht fuhr E. zum Wohnhaus seiner Ex und klingelte gegen 4 Uhr an. Geöffnet hatte ihm der Vater der jungen Frau, der dem 25-Jährigen erklärte, dass die Beziehung zu seiner Tochter vorbei sei und er nach Hause gehen sollte.

Sofort geschossen

Das tat Andreas E. auch, doch dann holte er sich eine Waffe aus dem Tresor des Hauses, die sein Bruder legal besessen hatte. Mit ihr bewaffnet fuhr E. erneut zum Wohnhaus seiner Ex-Verlobten und klingelte gegen 5.30 Uhr erneut. Als wieder der Vater der jungen Frau die Türe öffnete, soll ihn E. sofort erschossen haben. Danach durchkämmte er das Haus Zimmer für Zimmer und erschoss erst den Bruder seiner Ex-Verlobten sowie deren Mutter.

Die 19-jährige Nadine H. und ihr Freund schliefen während er ersten Morde in der Einlegerwohnung innerhalb des Einfamilienhauses. Da der 25-Jährige wegen einer versperrten Türe nicht dorthin gelangen konnte, kletterte er über einen Balkon in die Wohnung und erschoss dort den 24-jährigen Freund seiner Ex-Verlobten sowie die 19-Jährige. Der Mann dürfte sich im Wohnobjekt gut ausgekannt haben, er war zeitweise an der Adresse des Tatorts gemeldet.

Obduktion muss weitere Details klären

Anschließend stellte sich der 25-Jährige gegen 6 Uhr der Polizei. Der Tatverdächtige befindet sich in Haft und wird weiter befragt. Unklar ist, welche Rolle das abgegebene Messer in dem Fall gespielt hatte, die Polizei wollte dabei Ergebnisse der Obduktion durch die Gerichtsmedizin abwarten. Der "überwiegende Teil" der Taten soll laut Polizei mit der Schusswaffe durchgeführt worden sein. Auch die Identität des neuen Freundes der 19-Jährige soll vorerst nicht genannt werden.

Der mutmaßliche Täter ist laut Polizei ein Einheimischer, der als "ruhiger Mensch" bekannt sei. Vorbestraft sei er nicht, aber vor vielen Jahren wegen "kleinerer Delikte" in Kontakt mit der Polizei gekommen. Es gibt derzeit keinen Hinweis auf weitere Täter, der Mann handelte demzufolge allein. Die Nachbarn dürften zwei bis drei Schüsse gehört haben, heißt es, auch sie werden noch befragt. Weitere Informationen gibt es zu diesem Zeitpunkt nicht, die Polizei will bei neuen Erkenntnissen aber sofort die Öffentlichkeit informieren.

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