Für 500 gestreamte Songs bekomme ich 0,06 Cent!

Bild: www.studiomato.com

Sie zählen seit 22 Jahren zu den erfolgreichsten Bands des Landes. Mit Hits wie "Sweet Spot" eroberten Count Basic die US-Charts. Von Musik allein zu leben, geht nicht mehr, sagt Gitarrist Peter Legat.

Sie zählen seit 22 Jahren zu den erfolgreichsten Bands des Landes. Mit Hits wie "Sweet Spot" eroberten Count Basic die US-Charts. Von Musik allein zu leben, geht nicht mehr, sagt Gitarrist Peter Legat.

Mit seiner Souljazz-Band Count Basic steht Peter Legat (58) für Wohlfühlsound made in Austria. Wenn es jedoch um den harten Alltag für heimische Musiker geht, zieht der Wiener Gitarrist andere Saiten auf. "Wir bekommen für 500 Streams auf Spotify lächerliche 0,06 Cent", prangert er das ausbeuterische Geschäft an. "Das ist sehr frustrierend. So kann man niemals ein neues Album finanzieren."

Während es sich Superstars wie Adele und Taylor Swift leisten können, nicht auf Spotify gespielt zu werden, laufen Count-Basic-Hits wie "Sweet Spot" auch auf dem Streamingdienst. "Wir haben keine Wahl. CD-Verkauf und Downloads liegen am Boden und Ö3 spielt nur 3 bis 5 Prozent heimische Songs. Ohne Radio wird es schwierig, Konzerte zu verkaufen", schildert Legat den Teufelskreis. Seit einiger Zeit unterrichtet der Count-Basic-Leader deshalb Gitarre an der Musikuni: "Das ist jetzt mein Standbein."

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