Fußball-Profi muss wegen Lockdown-Party ins Gefängnis

Tuur Dierckx (links) muss ins Gefängnis.
Tuur Dierckx (links) muss ins Gefängnis.imago images
Tuur Dierckx, in den Diensten des belgischen Klubs KVC Westerlo, muss für einen Monat hinter Gittern. Grund dafür: Eine illegale Lockdown-Home-Party.

Es passierte am 13. Dezember 2020. Um 04.30 Uhr klingelte es an der Tür des belgischen Fußball-Profis Tuur Dierckx in Antwerpen. Es war niemand Geringeres als die Polizei. Grund für den Besuch: Es gab eine Lärmbeschwerde.

Dierckx feierte mit vierzehn anderen Teilnehmern eine illegale Lockdown-Home-Party. Der Fußballer suchte mit den Beamten das Gespräch und entschuldigte sich auf der Stelle und gab zu, einen Fehler gemacht zu haben. Sein Klub KVC Westerlo brummte ihm eine Strafe von 800 Euro auf. Für einen Fußballprofi eine nicht all zu schmerzhafte Strafe. Was ihn aber durchaus mehr schmerzen könnte, ist die Tatsache, dass er nun einen Monat ins Gefängnis muss.

Die Anwälte des Profis baten das Gericht um Nachsicht, mit der Ausrede, dass Fußballer sowieso in einer Blase mit anderen Spielern und Trainern lebten und somit trotz Pandemie, nicht die Notwendigkeit sähen, ihre Kontakte einzuschränken.

Doch beim Verlassen der Wohnung waren die Gäste alles andere als einsichtig. Sie schüttelten sich die Hände, umarmten und küssten sich zum Abschied. Der Belgier hat bereits einen Tag auf der Corona-Station des Krankenhauses in Geel mitgearbeitet. Unter seinen vierzehn Gästen waren vier weitere Profis, die eine Strafe zwischen 400 und 600 Euro zahlen müssen.

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