Fussball

Fußball-Revolution? DFB will Gehalts-Obergrenze

Die weltweite Coronakrise hat den Fußball hart getroffen, von einem Schaden von über sechs Millarden Euro ist die Rede. In Deutschland will man die schwierige Zeit allerdings für eine Revolution nutzen. Die Top-Gehälter sollen weg, eine Obergrenze soll her.
19.05.2020, 17:44

DFB-Präsident Fritz Keller schlägt vor: "Die Krise bietet jetzt die Chance, den Blick nach vorne zu richten und den Fußball neu aufzustellen, um ihn für die kommenden Generationen zu erhalten. So müssen wir etwa über eine Gehaltsobergrenze nachdenken."


"Provisionen für Spielerberater und immense Transfersummen irritieren die Gesellschaft zunehmend und entfremden sie von unserem geliebten Sport. Der gesamte Fußball ist aufgefordert, endlich zufriedenstellende Antworten auf diese Problemstellungen zu geben", gibt Keller zu denken.

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"Wir müssen beginnen, in langfristigen Perspektiven und nicht von Saison zu Saison zu denken", so der DFB-Präsident weiter.

Bayern-Boss glaubt nicht dran


Gegenwind kommt allerdings aus München, Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge glaubt nicht an eine Umsetzung: "Michel Platini hatte vor Jahren die Idee, eine Gehaltsobergrenze nach amerikanischem Vorbild in Europa einzuführen."


"Leider hat er sich immer eine blutige Nase eingeholt, obwohl alle großen Klubs in Europa diese Aktion unterstützt haben", erklärt der 64-Jährige bei Sky. Allerdings sei man in München prinzipiell nicht gegen einen "Salary Cap".