Fussball

Fußball-Traumpaar rettet süßen Straßenhund im Urlaub

Weihnachten verbrachte Schweiz-Star Ramona Bachmann zusammen mit ihrer Verlobten auf La Reunion. Auf der Insel fanden die beiden einen kleinen Hund.
20 Minuten
06.01.2023, 07:51
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Kurz vor der Europameisterschaft im letzten Sommer war es so weit: Ramona Bachmann stellte ihrer Partnerin Charlotte Baret die wichtigste Liebes-Frage aller Zeiten: "Willst du mich heiraten?" Baret bejahte, musste sich dabei Tränen von der Backe wischen.

Mittlerweile ist mehr als ein halbes Jahr vergangen und der Schweiz-Star und die Tänzerin sind glücklich wie eh und je. Die beiden verbrachten Weihnachten und Neujahr auf La Reunion. Auf der Insel, die ein französisches Übersee-Departement im Indischen Ozean ist, lebt die Familie von Baret. Die beiden genossen die Zeit zusammen – und taten nebenbei Gutes: Sie retteten einen kleinen Hund.

Bachmann erzählt exklusiv bei 20 Minuten: "Charlotte ging immer gegen fünf Uhr morgens joggen." Irgendwann habe sie dann den Hund entdeckt. Als sie ihn dann auch in den Folgetagen gesehen habe, habe Charlotte zu ihr gemeint: "Wollen wir einen kleinen Hund retten?" Der Schweizer Star war sofort Feuer und Flamme, schnappte sich ein Stück Hendl aus dem Kühlschrank und fuhr zu ihrer Verlobten und dem Straßenhund.

Wie Bachmann erzählt, sei der Hund völlig verängstigt und auch abgemagert gewesen. "Wir konnten uns ihm nicht nähern, er rannte sofort weg", so Bachmann. Und so legten sie das Fleisch hin und entfernten sich. Das nützte, der kleine Hund getraute sich zu fressen. Die 32-Jährige sagt: "Der Ort, wo wir ihn entdeckten, war mega gefährlich: direkt neben einer Autobahn mit vorbeirasenden Autos jeden Tag."

Vor Bachmann und Baret hatte der Straßenhund aber auch in den kommenden Tagen weiter Angst – trotz vielen Besuchen, trotz Essen. An ihrem letzten Ferientag wusste dann das Paar, dass sie etwas unternehmen müssen, ansonsten würde er nicht mehr lange überleben – vor allem, wenn der Hund kein Essen mehr erhalten würde. Die Fußballerin und die Tänzerin gingen also zum Tierarzt, kauften eine Schlaftablette, damit sie den Hund leichter einfangen konnten. Doch dann war der Hund verschwunden! Bachmann: "Sofort machten wir uns Sorgen, hatten Angst, dass wir ihn nicht mehr finden würden."

Wie sich aber herausstellte, war diese Sorge unbegründet. Ein paar Stunden später tauchte der Hund wieder auf, mittels der Schlaftablette konnte Lychee – so nannten sie den Hund – eingefangen und zum Tierarzt gebracht werden. "Eigentlich war der Plan, dass wir eine Hilfsorganisation kontaktieren und den Hund übergeben. Über die Festtage war jedoch niemand erreichbar – wir nahmen die Sache in die eigenen Hände", sagt Bachmann zu 20 Minuten. "Der Tierarzt checkte Lychee durch, das Blut wurde untersucht. Das Ergebnis: ein gesunder, einfach viel zu dünner Hund, knapp einjährig."

So weit, so gut – aber was nun? Was mit dem Hund machen? Bachmann und Baret flogen am nächsten Morgen zurück nach Frankreich, auf die Schnelle konnten sie Lychee nicht mitnehmen. Auch eine Hilfsorganisation meldete sich schließlich und meinte, alles für eine Adoption in die Wege zu leiten.

Der Nati-Star: "Natürlich haben wir es uns überlegt, wir sind verliebt in Lychee. Aber zwei Hunde reichen erstmals, das wäre zu stressig geworden." Dann hält der PSG-Star fest: "Bevor er wieder auf der Strasse landet, würden wir es uns aber schon überlegen." Zu lieb und zu süß sei Lychee einfach.

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