Fußballtrainer verkaufte Polizisten Crystal Meth

Der angeklagte Trainer (li.) mit seinem Anwalt Arbacher-Stöger in St. Pölten.
Der angeklagte Trainer (li.) mit seinem Anwalt Arbacher-Stöger in St. Pölten.Bild: privat, Joachim Lielacher, Fotolia (Symbolbild)
Karriere-Knick für einen ehemaligen Fußballtrainer: Er hatte einem verdeckten Ermittler Drogen verkaufen wollen und wurde verhaftet.

Anklagebank statt SKN-Trainersessel für einen Jugendtrainer und Ex-Partner der Tochter eines prominenten Fußball-Funktionärs. Denn der 33-Jährige hatte abseits des grünen Rasens eine Schwäche für weißes Pulver. Um seine Meth-Sucht zu finanzieren, holte er den Stoff billig (30 € pro Gramm) aus Bratislava (Slowakei) und verkaufte die heiße Ware im Inland. Nur: Ausgerechnet der lukrativste Transfer ging völlig in die Hose. 100 Gramm der Todesdroge wollte er einem verdeckten Ermittler andrehen, bei der Übergabe in einem Einkaufscenter bei Bruck (NÖ) klickten für den Assistenztrainer und zwei Komplizen die Handschellen.

Mittwoch hatte der 33-Jährige sein schwerstes Match – in St. Pölten bei Gericht: „Seit der Trennung ging es bergab. Mit meinen Eltern hab ich nur gestritten und 50.000 Euro Schulden habe ich auch", so der geständige Angeklagte. Anwalt Manfred Arbacher-Stöger stemmte sich geschickt gegen die drohende Niederlage, der (Schieds)-Richter urteilte hart: zwei Jahre Haft (nicht rechtskräftig). Lichtblick: Der 33-Jährige hat Chancen auf einen Therapieplatz – Therapie statt Strafe. (Lie)

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