Aus der Traum von einer Olympia-Medaille! Für Snowboard-Freestyler Clemens Millauer sind die Olympischen Winterspiele in Peking vorzeitig beendet. Der Oberösterreicher kam am Sonntag im Training für den Big-Air-Bewerb in Shougang folgenschwer zu Sturz. Diagnose: Fraktur des rechten Innenknöchels.
Nach der Landung eines Trainingssprungs – ein Switch Backside 16 – machte der 27-Jährige eine Rolle rückwärts. "Ich kann den Sprung eigentlich nicht so schlecht, habe ihn auch im heutigen Training schon gemacht und wollte ihn noch festigen. Die Landung hat gepasst, ich bin auch ein paar Meter gefahren. Aber dann hat es mich überschlagen und als ich runtergepurzelt bin, hat es mir das Board unten im Flachen ganz blöd in den Schnee reingesteckt", berichtet Millauer, der noch an der Big-Air-Anlage von Team-Arzt Joachim Westermeier untersucht und erstversorgt wurde.
"Ich habe gleich gemerkt, dass irgendwas nicht ganz so ist, wie es sein soll, bin irgendwie aus dem Auslauf. Und dann war es vorbei mit dem zu Fuß gehen."
Nach der Rückkehr ins Olympische Dorf in Peking ging es direkt in die Poly-Klinik zum Röntgen, wo sich der erste Verdacht bestätigte: Fraktur des rechten Innenknöchels. Der Fuß wurde mittels Gipsschiene ruhiggestellt, Millauer wird mit dem nächsten Flug die Heimreise antreten und dann umgehend in Österreich operiert. "Es ist frustrierend, weil ich für die Quali unglaublich bereit war, aber so ist das Leben."
Ebenfalls mit der nächsten Maschine nach Hause fliegen wird Sabine Schöffmann. Die Raceboarderin durfte am Sonntag das Quarantäne-Hotel verlassen und übersiedelte ins Olympische Dorf in Zhangjiakou.
Die olympischen Snowboard-Bewerbe werden mit der Entscheidung im Big Air abgeschlossen. Olympiasiegerin Anna Gasser springt am Montag die Qualifikation (02:30 Uhr), das Damen-Finale geht am Dienstag zur gleichen Uhrzeit über den Mega-Kicker.