G-7-Gipfel mit Trump: Streit um Klima, Migration

Überschattet von großen Differenzen beraten die Staats- und Regierungschefs der großen Industriestaaten (G-7) am Freitag in Taormina auf Sizilien.

Bereits vor dem G-7-Gipfel in dem Mittelmeerort zeichneten sich Konflikte vor allem in der Handels-, Klima- sowie Flüchtlingspolitik ab. Eine große Rolle spielt dabei der Kurs von US-Präsident Donald Trump, der so wie Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, die britische Premierministerin Theresa May sowie der italienische Ministerpräsident Paolo Gentilonierstmals an dem Gipfel teilnimmt.

EU-Ratspräsident Donald Tusk sprach von einem der schwierigsten Treffen überhaupt. "Es besteht kein Zweifel daran, dass dies der schwierigste G-7-Gipfel seit Jahren sein wird." Es sei kein Geheimnis, dass einige der Teilnehmer "sehr unterschiedliche Positionen" zu Themen wie Klimawandel und Handel" hätten.

Gentiloni rief in einer Botschaft zur Eröffnung des Gipfels die internationale Gemeinschaft auf, den Bürgern konkrete Antworten auf ihre Forderung nach Sicherheit und dem Kampf gegen den Terrorismus sowie nach einer Regelung der Flüchtlingsströme und nach einem Vorgehen gegen den Klimawandel zu geben. "Vom G-7 erwarten wir uns Resultate. Wir wissen, dass es nicht einfach sein wird, eine einheitliche Linie zu finden, doch der Dialog wird uns helfen, den richtigen Weg zu finden", so Gentiloni.

US-Präsident Trump will in Taormina mehr Geld der reichen Industrienationen für Rüstung und den Kampf gegen Terrorismus mobilisieren.

EU-Ratspräsident Donald Tusk erwartet beim G-7-Gipfel eine gemeinsame Position zu Russland. Auf die Frage, ob die Russland-Sanktionen beibehalten werden, sagte Tusk am Freitag, US-Präsident Donald Trump und er seien bei ihrem Gespräch in Brüssel am Donnerstag bezüglich des Ukraine-Konflikts "mehr oder weniger auf einer Linie gewesen".

Demonstrationen

Indes brachten sich auch Gipfelgegner in Stellung. Zu der größten Demonstration werden am Samstagnachmittag in dem Ort Giardini Naxos südlich vom Tagungsort in Taormina mehr als 3.000 Teilnehmer erwartet. "Wir sprechen über das, was beim Gipfel nicht zur Sprache kommt - Menschenrechte zum Beispiel", sagte Gianmarco Catalano vom Organisationskomitee der Proteste "No G-7" am Freitag. Es solle ein friedlicher Protest werden. "Es geht hier nicht um Gewalt." Beim anstehenden G-20-Gipfel in Hamburg Anfang Juli werden wesentlich mehr Demonstranten erwartet.

(red)

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