Strengste Sicherheit und heikle Themen beim G-20

Am Wochenende treffen sich die führenden Wirtschaftsmächte der Welt zum G-20-Gipfel in Südamerika. "Nutzlos", wie Frankreichs Präsident befürchtet?

Kilometerweise ist das Konferenzzentrum am Rio de la Plata in Buenos Aires abgesperrt. 22.000 Polizisten sind im Einsatz und sollen Randale, so wie beim letzten Treffen in Hamburg 2017, verhindern.

Riesige Demonstrationen gibt es dennoch, gegen das Treffen der größten Wirtschaftsmächte der Welt, der "G-20", in Argentinien.

Inhaltlich wird es diesmal in mehrerer Hinsicht spannend: Kommt Trump? Spricht er mit Putin? Was ist mit dem aktuellen Konflikt in der Ukraine? Wie gehen die Staatschefs mit dem saudi-arabischen Kronprinzen bin Salman um? Und: Ist alles womöglich "nutzlos", wie Frankreichs Präsident Macron befürchtet?

Der Reihe nach:

Während der französische Präsident Emmanuel Macron und der saudi-arabische Kronprinz Mohammed bin Salman bereits am Mittwoch anreisten, wird US-Präsident Donald Trump für Donnerstag erwartet.

Ob er auch mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin die geplanten bilateralen Gespräche führen wird, ist noch offen. Nach dem Zwischenfall mit Kriegsschiffen von Russland und Ukraine will Trump zuächst einen Bericht dazu abwarten.

Weiterer heikler Fall: Wie werden die Staatsschefs mit dem saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman umgehen? Er wird von vielen verdächtigt, den Mord am Journalisten Jamal Khashoggi in Auftrag gegeben zu haben (Lesen Sie hier alles zum Fall Khashoggi).

Erst vor kurzem tauchten grausame Details zu seinem Tod auf. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, der ebenfalls zum G20-Gipfel reisen wird, sieht aber "keinen Grund" bin Salman zu treffen. So formulierte es im Vorfeld der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu.

Und wer außer Trump, Macron Putin und Erdogan wird bin Salman noch ins Auge blicken? Als weitere mögliche Staatschefs sind angekündigt:

- Donald Tusk, EU-Ratspräsident

- Jean-Claude Juncker, EU-Kommissionspräsident

- Angela Merkel, Kanzlerin Deutschland

- Guiseppe Conte, Premierminister Italien

- Theresa May, Premierministerin Großbritannien

- Scott Morrison, Premierminister Australien

- Michel Temer, Präsident Brasilien

- Justin Trudeau, Premierminister Kanada

- Xi Jinping, Präsident China

- Narendra Modi, Premierminister Indien

- Jusuf Kalla, Vizepräsident Indonesien

- Shinzo Abe, Premierminister Japan

- Enrique Pena Nieto, Präsident Mexiko

- Cyril Ramaphosa, Präsident Südafrika

- Moon Jae-in, Präsident Südkorea

In einem Zeitungsinterview mit dem argentinischen Blatt "La Nacion" ließ zu allem Überfluss noch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron aufhochen. Noch vor Beginn des Treffens fürchtete er einen Bedeutungsverlust solcher Gipfel.

Denn in Sachen Klima und Handel droht nach Ansicht Macrons eine "Blockade" multilateraler Foren wie des G-20-Formats. Wenn man keine konkreten Fortschritte schafft, könnten solche internationalen Treffen "nutzlos und sogar kontraproduktiv" werden. (red)

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