Trump schreibt Macrons Namen falsch

Am Rande des G7-Gipfels im französischen Biarritz sind 68 Menschen festgenommen worden. Derweil gabs zum Dinner bedrohten Thunfisch.
Beim Besuch des G7-Gipfels in Frankreich hat US-Präsident Donald Trump in einem Tweet den Namen von Gastgeber Emmanuel Macron falsch geschrieben – und damit versehentlich die Zahl der Abonnenten eines Witz-Twitterkontos mehr als verdoppelt.

Trump schrieb nach einem Arbeitsessen mit Macron am Samstag in Biarritz auf Twitter: "Hatte gerade Mittagessen mit dem französischen Präsidenten @EmanuelMacrone." Das Twitter-Konto des französischen Präsidenten läuft – analog zu seinem Namen – unter @EmmanuelMacron. Inzwischen wurde der Tweet korrigiert.

Trump hat 63,5 Millionen Follower



Der Witz-Account beschreibt sich in gebrochenem Englisch als das Konto des französischen Präsidenten "zur direkten Kommunikation mit meinen amerikanischen und englischen Freunden. In Frankreich sagen wir: ‹Das Leben ist eine Parodie!›" Getwittert wurde auf diesem Account seit mehr als 22 Monaten nicht mehr.

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Am Samstagabend hatte der @EmanuelMacrone-Account 840 Abonnenten – wenige Stunden vorher waren es noch 410 gewesen. Zum Vergleich: Macron folgen auf Twitter 4,1 Millionen Menschen, Trump hat sogar 63,5 Millionen Follower. Trump löschte den Tweet später und schickte eine korrigierte Version.

Sternekoch serviert bedrohten Thunfisch



Baskische Spezialitäten mit dem gefährdeten roten Thunfisch standen am Samstag auf der Speisekarte für das Dinner der Staats- und Regierungschefs bei dem G7-Gipfel im südwestfranzösischen Biarritz.

Sternekoch Cédric Béchade wollte demnach erst ein baskisches Omelett und dann den "Marmitako" genannten traditionellen Fischeintopf mit frischem roten Thunfisch zubereiten, den Fischer des südlich von Biarritz gelegenen Ortes Saint-Jean-de-Luz gefangen haben.

Der auch Blauflossen-Thunfisch oder Atlantischer Thunfisch genannte Fisch ist wegen Überfischung eine zunehmend bedrohte Tierart und steht auf der "Roten Liste" der Weltnaturschutzunion IUCN. Er ist der größte Thunfisch und wird nach Angaben von Tierschützern in der Regel drei Meter lang und kann bis zu 40 Jahre leben.

Zum Abschluss des Banketts der Staats- und Regierungschefs der großen Industrienationen (G7) stand eine Auswahl von Käse aus der Gegend und ein Pfirsichkuchen auf der Speisekarte.

68 Festnahmen



Am Rande des G7-Gipfels im südwestfranzösischen Biarritz sind mindestens 68 Menschen festgenommen worden. 38 von ihnen seien in Polizeigewahrsam, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP am späten Samstagabend unter Berufung auf die Präfektur.

Gewahrsam dient unter anderem dazu, Verdächtige zu befragen und ihre Äußerungen zu überprüfen. Er kann von 24 auf bis zu 48 Stunden verlängert werden.



Orte und Umstände der Festnahmen blieben zunächst offen. In Bayonne, der Nachbarstadt von Biarritz, waren am Abend bei einer ungenehmigten Demonstration Steine geflogen, die Sicherheitskräfte setzten Wasserwerfer und Tränengas ein.

Die französische Regierung hat über 13.000 Sicherheitskräfte mobilisiert, um den noch bis Montag dauernden Gipfel der führenden Industrienationen zu schützen.

Gipfelgegner, die eine friedliche Demonstration in Hendaye nahe der spanischen Grenze veranstaltet hatten, teilten via Twitter mit, sie würden am Sonntag angesichts der massiven Polizeipräsenz in der Region auf ursprünglich geplante Aktionen an sieben Orten rund um Biarritz verzichten.

(chk/20 Minuten)

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