Es klingt nach einem Traumjob für Menschen, die Blumen und entspanntes Arbeiten lieben: Michaela und Klaus Hochrinner betreiben eine florierende Gärtnerei in Eisenerz (Stmk.). Doch das Paar sucht seit einem Jahr händeringend nach Personal und wird einfach nicht fündig. "Ich wäre schon glücklich, wenn wir wenigstens eine Stelle besetzen könnten. Brauchen würden wir zwei oder drei Mitarbeiter, die vormittags bei uns arbeiten", sagt die Blumen-Expertin in der "Kleinen Zeitung".
Gesucht werden Teilzeit-Angestellte für jeweils 20 Stunden für die Gärtnerei und den Verkauf. Ein Herz für Pflanzen ist Voraussetzung, eine Lehre jedoch nicht. "Auch ungelernt ist man bei uns willkommen. Die Bezahlung erfolgt je nach Qualifikation." Floristen-Lehrlinge seien eine Seltenheit geworden, berichtet der Inhaber, der seit acht Jahren sein geschäft führt und davor Chef der Stadtgärtnerei Eisenerz war.
Die Floristen freuen sich zwar über die steigende Nachfrage, doch ohne Personal können sie dihre Arbeit kaum mehr bewältigen. Der Blumen-Profi muss oft am Sonntag arbeiten, um alles zu schaffen. Einen lukrativen Auftrag, Blumenschmuck für eine Hochzeit, mussten die Hochrinners kürzlich absagen. "Es hat mir sehr leid getan, aber es wäre nicht zu schaffen gewesen", bedauert die Gärtnerei-Chefin.
Wenn sie auf Urlaub sind, muss der Shop geschlossen bleiben. Außer bei Begräbnissen, da werden Blumenkränze auch in der Freizeit gefertigt. Familie Hochrinner würde auch gerne Menschen, die aus der Ukraine geflüchtet sind, einen Job anbieten. "Ich hoffe, wir finden bald jemanden."