Dramatischer Einsatz am Freitagmorgen in Wien-Favoriten: Gegen 9.10 Uhr wurden mehrere Polizeistreifen zu einem Wohnhaus in der Leibnizgasse gerufen. Dort war ein einjähriges Kind aus einem Fenster im ersten Stock gestürzt – "Heute" berichtete.
Beim Eintreffen der Beamten wurde das Kleinkind bereits von der Berufsrettung Wien notfallmedizinisch versorgt. Doch nicht nur die Versorgung des schwer verletzten Kindes forderte die Einsatzkräfte: Vor Ort hatten sich zahlreiche Schaulustige versammelt.
Die Einsatzkräfte mussten die Gaffer "auf Abstand halten", um den Einsatzraum freizuhalten. Gerade bei Rettungseinsätzen zählt jeder Meter: Zufahrten, Arbeitsbereiche und Wege für Sanitäter, Notärzte und Polizei müssen frei bleiben.
Nach Angaben der anwesenden Eltern dürfte das Kind zunächst auf ein Sofa und anschließend auf das Fensterbrett geklettert sein. Am Fensterbrett festgestellte Trittspuren bestätigten laut Sachverhalt diesen Verdacht.
Wegen der Schwere der Verletzungen wurde auch der Wiener Rettungshubschrauber angefordert. Er brachte das Kleinkind in ein Krankenhaus.
Gegen die Eltern im Alter von 30 und 35 Jahren – beide aus Syrien – laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Weitere Details zum Gesundheitszustand des Kindes wurden zunächst nicht genannt.