Galaktisches Rätsel gelöst: So werden Sterne geboren

 Je nachdem, wie entwickelt das "Sternleben" bereits ist, kann es für uns extrem schwierig werden, die Prozesse und Ausmaße dieses besonderen Lebens nachzuvollziehen.
Je nachdem, wie entwickelt das "Sternleben" bereits ist, kann es für uns extrem schwierig werden, die Prozesse und Ausmaße dieses besonderen Lebens nachzuvollziehen.istock
Schweizer Astronomen versuchen herauszufinden, was der Auslöser für die Bildung von Sternen in Galaxien ist, eine der größten Aufgaben der Astronomie. 

Das Universum ist voller rätselhafter Phänomene. Einige wenige davon haben wir bislang erforscht und noch weniger verstanden. Manche Aufklärungen um Geheimnisse des Weltalls scheitern auch an unserem derzeitigen technologischen Fortschritt. So mag es sich auch mit der Entstehung von Sternen verhalten, die eines der größten Rätsel der Astronomie darstellt. Schweizer Forscher scheinen hier entscheidende Fortschritte gemacht zu haben. So sollen zwei Faktoren für die Geburt eines Sterns wesentlich sein.

Wissenschaftler der Universität Zürich berichten nun, dass die Gasmenge in Galaxien ein bestimmender Faktor dafür sei, ob ein neuer Stern zu leuchten beginne. Astrophysiker um Robert Feldmann nutzten dazu eine statistische Methode, um nahe Galaxien mit nicht erfassten Gasmengen zu analysieren. 

Die Geburtsstunde eines Sterns

Bislang waren Physikern lediglich die groben Mechanismen bekannt, die zu der Geburt eines Sterns aus Gas und Staub führen. Die molekularen Wolken kollabieren unter ihrer Schwerkraft und komprimieren die Materie so immer weiter, bis die Dichte so groß ist, dass Atome verschmelzen und die Kernfusion einsetzt. Dann beginnt der junge Stern zu leuchten. Das ist ein Prozess, der mehrere Millionen Jahre dauert. So bildet sich aus einer Gaswolke schließlich ein festeres Gebilde. 

Welche Voraussetzungen dafür nötig sind, beschreibt die Züricher Studie. "Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Entstehung von Sternen tatsächlich direkt von der insgesamt vorhandenen Gasmasse abhängt", sagte Feldmann. "Sterngeburten werden also von der Menge an Gas bestimmt, die aus verschiedenen kosmischen Entfernungen in die Galaxie eintritt oder sie verlässt."

Die Untersuchungwurde im Fachmagazin Communications Physics veröffentlicht.

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