In den letzten Wochen taumelten die Münchner durch die Saison. Nach dem Aus im DFB-Pokal und der Champions League unter dem neuen Coach Thomas Tuchel haben die Münchner zwischenzeitlich sogar die Tabellenführung verloren. Erst ein 1:1-Remis von Borussia Dortmund in Bochum brachte Deutschlands Serienmeister zurück auf Platz eins.
All diese Rückschläge haben übereinstimmenden Medienberichten zufolge auch Kahn in Bedrängnis gebracht. Der ehemalige Weltklasse-Torwart und jetzige Vorstandsvorsitzende der Münchner soll demnach bereits vor dem Aus stehen – trotz eines bis Ende des Jahres 2024 laufenden Vertrages.
Ursprünglich sollte in einer Aufsichtsratssitzung am 22. Mai über Kahn entschieden werden. Doch nun erhielt der Bayern-Boss eine Galgenfrist. Denn die Saison-Analyse wurde um eine Woche verschoben, ist nun für den 30. Mai angesetzt. Und damit nach dem letzten Spiel der Bundesliga-Saison. Dann steht auch fest, ob die Bayern eine verkorkste Saison noch mit dem Meistertitel retten konnten.
"Mit der Ansetzung auf einen Sitzungstag nach dem abschließenden Saisonspiel beim 1. FC Köln soll sich die Konzentration bei allen im Verein in der entscheidenden Phase des Meisterschaftsrennens auf das Sportliche fokussieren", hieß es nun vonseiten des deutschen Rekordmeisters. Die Bayern wollen jedenfalls keine Unruhe vor einem möglichen Titel-Finale am letzten Spieltag erzeugen. Ob dies für den "Titanen" spricht, sei dahingestellt.
Auffallend ist jedenfalls, dass der Bayern-Präsident Herbert Hainer zuletzt ein Bekenntnis zu Kahn vermieden hat. "Wir konzentrieren uns jetzt auf das Sportliche, weil das, was unten auf dem Platz passiert, das Wichtigste ist.", so Hainer. Während Kahn noch auf seine Zukunft angesprochen konterte: "Selbstverständlich bin ich nächste Saison noch hier."