GameStop-Aktionäre müssen sich warm anziehen: Der US-Videospielhändler will die maximale Anzahl der autorisierten Aktien von einer Milliarde auf 2,5 Milliarden erhöhen. Das entspricht einer Verwässerung um den Faktor 2,5.
Der Grund für diesen drastischen Schritt: GameStop plant die Übernahme von eBay für stolze 56 Milliarden US-Dollar. Dazu kommen noch rund 3,4 Milliarden US-Dollar an Schulden.
Wie heise.de berichtet, ist GameStop nach dem heutigen Kursabsturz keine zehn Milliarden US-Dollar mehr wert. eBay hingegen kommt auf eine Marktkapitalisierung von knapp 48 Milliarden US-Dollar.
Die Hälfte der Übernahmekosten, also 28 Milliarden US-Dollar, will GameStop über ein Aktienpaket finanzieren. eBay-Anleger sollen dafür GameStop-Aktien erhalten. Die nötige Zustimmung der Anleger will das Unternehmen bei der Jahreshauptversammlung am 12. Juni einholen.
Das Ganze funktioniert aber nur, wenn bisherige GameStop-Aktionäre nicht aus Angst vor der Verwässerung massenweise verkaufen. Nach der Übernahme würde das neue Unternehmen mehrheitlich den Ex-eBay-Anlegern gehören.
Der Plan steht auch deshalb in der Kritik, weil CEO Ryan Cohen persönlich massiv profitieren könnte. Sein Vergütungspaket umfasst Optionen auf knapp 172 Millionen Aktien. Mit der eBay-Übernahme würde die Marktkapitalisierung auf über 50 Milliarden US-Dollar steigen - damit hätte Cohen schon die Hälfte seiner Performance-Ziele erreicht.