Ganzes Land feiert mit erstem Corona-Patienten

Der 38-jährige Mattia gilt in Italien als "Patient 1". Jetzt hat seine Frau ein gesundes Mädchen zur Welt gebracht.

Inmitten dieser schweren Zeiten gibt es in Italien nun unverhofft Grund zur Freude. Die Bevölkerung feiert die Geburt der kleinen Giulia, der Tochter des allerersten Corona-Patienten des Landes. Das Mädchen kam laut Nachrichtenagentur APA im Mailänder Krankenhaus "Buzzi" zur Welt, nachdem beide Elternteile genesen waren.

Die Nachricht, dass Mattia, ein 38-jähriger Manager des Unilever-Konzerns, als erster Italiener an Covid-19 erkrankt war, erschütterte das Land Ende Februar wie ein Erdbeben. Seitdem wütet die Pandemie in Italien, mehr als 135.000 Menschen haben sich seither infiziert, 17.127 kamen ums Leben – die Dunkelziffer liegt womöglich viel höher.

Der sportliche Italiener gilt als der Ausgangspunkt der Epidemie in Codogno. Ein Freund mit dem er zusammen Fußball spielte, sowie Stammgäste im Lokal dessen Familie, sowie Ärzte und Patienten des Krankenhauses in Codongo sollen sich durch ihn angesteckt haben. Wo oder durch wen Italiens "Patient 1" selbst infiziert wurde, ist allerdings immer noch nicht klar.

Glück und Leid

Mattia war am 20. Februar in kritischem Zustand zusammen mit seiner im achten Monat schwangeren Frau eingeliefert worden. 30 Tage lang kämpfte der Italiener im Krankenhaus "San Matteo" in Pavia gegen das Virus, ehe er wieder nach Hause zurückkehren konnte. Jetzt feiert der Genesene mit der ganzen Stadt die Geburt seiner Tochter.

Doch ein vollkommenes "Happy End" hat die Geschichte nicht. Sein 62-jähriger Vater Moreno zählt zu den Coronavirus-Todesopfern in der lombardischen Gemeinde Castiglione d'Adda, die am 21. Februar zur Sperrzone erklärt worden ist.

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