Bürgermeister rettet Mitarbeiter, stirbt als Held

Eine Gasexplosion hat in einer Gemeinde nahe Rom mindestens zwei Todesopfer gefordert. Darunter auch der Bürgermeister, der für seinen Einsatz jetzt als Held gefeiert wird.

10. Juni 2019, 10.30 Uhr – das Rathaus von Rocca di Papa wurde von einer plötzlichen Explosion erschüttert. 16 Menschen, darunter auch mehrere Kinder einer angeschlossenen Kindertagesstätte, wurden dabei verletzt.

Jetzt, weniger als zwei Wochen später, ist der Bürgermeister der Gemeinde nahe Rom, Emanuele Crestini, an seinen schweren Verletzungen erlegen. Crestini war bis zuletzt im Gebäude geblieben, um bei der Evakuierung seiner Mitarbeiter und Angestellten zu helfen und dafür zu sorgen, dass alle in Sicherheit kamen. Dabei erlitt er an mehr als einem Drittel seines Körpers schwere Verbrennungen.

Am Freitag ist der Ortschef vier Tage vor seinem 47. Geburtstag in einem römischen Krankenhaus verstorben. Kurz zuvor war ein anderer Gemeindevertreter an den Folgen einer Rauchgasvergiftung ums Leben gekommen.

Wegen seines Einsatzes wird Crestini jetzt in Italien als Held gefeiert. Matteo Salvini erklärte am Freitag, dass der Verstorbene die Goldene Medaille für zivile Tapferkeit verdient habe. "Sein Heldentum hat ihn das Leben gekostet", wird der Vize-Regierungschef und Innenminister von der italienischen Nachrichtenagentur agi weiter zitiert.

Ortsansicht von Rocca di Papa (Bild: Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0)

Der Ort Rocca di Papa (zu dt. "Burg des Papstes") liegt in der Nähe der Sommerresidenz der Päpste in Castel Gandolfo, die seit Oktober 2016 als Museum allgemein zugänglich ist. Arbeiten an der Gasleitung dürften die Explosion am 10. Juni ausgelöst haben.

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(red)

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