Langsam kommt Licht in den rätselhaften Todesfall eines Paares (83, 78) in Maisbirbaum (Gemeinde Ernstbrunn, Bezirk Kornburg) vor gut zwei Wochen.
Alexander F. (83) hatte seinen Wagen in die Garage seines Hauses gestellt und vermutlich vergessen, den Motor abzustellen. Die vorschriftsmäßige Abgasentlüftung in der Garage soll seit der Winterzeit zugestopft gewesen sein. Und durch Umbauarbeiten soll ein Loch in der Garagendecke entstanden und die Abgase aufgestiegen sein – eine tödliche Verkettung von äußerst unglücklichen Umständen.
„Der Motor könnte bis zu drei Tage – je nach Tankfüllung – gelaufen sein. Im Leerlauf braucht ein neueres Model lediglich einen halben bis dreiviertel Liter Treibstoff“, so ein Ermittler. Die Überprüfung des Bordcomputers hatte Kriminalisten auf die Spur gebracht, auch eine Tankrechnung lag im Auto. Zuletzt wurde der 83-jähirge Alexander F. als zerstreut beschrieben.
Wie berichtet hatte ein Angehöriger den 83-Jährigen rund drei Tage nicht erreicht und am 11. August 2020 die Polizei alarmiert. Angehörige und Exekutive machten nach der Türöffnung im Wohnhaus schließlich die schreckliche Entdeckung.
Am Anfang war die Todesursache völlig unklar – Mord, Selbstmord und Unfall standen im Raum. Doch die Obduktion ergab kurz darauf: Das Paar starb an einer Gasvergiftung.
Anfangs hatte man den Verdacht, dass die Therme defekt sein könnte. Diese Vermutung ist nach wie vor nicht vom Tisch – könnte auch zum Tod des Paares beigetragen haben. Ein Gutachten über den Zustand der Gas-Therme wurde von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegeben. Ein Ergebnis soll in den nächsten Wochen vorliegen.