Gastronomen klagen: 'Müssen Bier wegschütten'

Gastronomen stehen vor einem großen Problem: Da Bier in Österreich als Nahrungsmittel gilt, ist es nur begrenzt haltbar. Daher müssen viele Lokale ihr Bier literweise wegschütten.
Jetzt geht es ans Eingemachte, es wird ernst. "Bisher mussten wir bereits 2.000 Krügel Bier wegschütten", klagt der Gastronom Michael Grossauer gegenüber "Heute". Sein Problem: Bier gilt in Österreich als Nahrungsmittel und ist damit nur begrenzt haltbar. Wegen der langen Schließung in der Gastronomie musste zumindest der Inhalt aller begonnenen Bierfässer vernichtet werden. Grossauer führt die El-Gaucho-Gruppe, seine Familie betreibt renommierte Lokale wie das Gösser-Bräu oder das Schlossberg in Graz.

Auch viele andere Wirte müssten ihr Bier ungetrunken beseitigen, bestätigt Brau-AG Sprecherin Gabriela Maria Straka: "Ein großes Problem für die Gastronomie." Die Ottakringer Brauerei geht einen anderen Weg: Sie schiebt das Verfallsdatum einfach hinaus. "Für die schon im Betrieb gelagerten Fassbiere, die zwischen 30. März und 31. Mai ablaufen würden, verlängern wir das Mindesthaltbarkeitsdatum um zwei Monate", so Ottakringer zu "Heute". Warum? "Weil wir es können". Denn die Brauerei plane stets eine Sicherheitstoleranz für ihre Produkte ein. Die Voraussetzung: Die Fässer müssen original verschlossen und immer vor Wärme geschützt gelagert worden sein.



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